Großer Abend der Gewinner im Fußballmuseum

Dortmunds Sportler des Jahres 2016

Es war der große Abend der Gewinner: "Dortmunds Sportler des Jahres 2016" stehen seit Montagabend fest. Die große Gala im Deutschen Fußballmuseum hat die 300 geladenen Gäste begeistert. Möglich gemacht haben das die Ruhr Nachrichten, Radio 91.2 und die Mercedes-Benz-Niederlassung Dortmund.

DORTMUND

, 07.02.2017, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Sportlerin des Jahres 2016: Gina Lückenkemper.

Dortmunds Sportlerin des Jahres 2016: Gina Lückenkemper.

Sehr viel Nostalgie liegt in der Luft. Das Deutsche Fußballmuseum mit seinen nach Erfolg riechenden Devotionalen ist der perfekte Ort, um weitere Seiten im Buch der Dortmunder Sportgeschichte mit einer feinen Feder zu füllen. Der Fußball spielt diesmal eine Nebenrolle. Und das in Dortmund, wo der BVB eigentlich alles überstrahlt. Im Mittelpunkt stehen am Montagabend eine Leichtathletin, ein Paracycler und ein Frauen-Ruderteam.

"Eine besondere Ehre"

Die Olympiasprinterin Gina Lückenkemper ist überglücklich, dass sie von den Lesern der Ruhr Nachrichten und den Hörern von Radio 91.2 zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde. „Das ist der totale Wahnsinn“, sagt sie auf der Bühne, „und es ist eine besondere Ehre, auch noch von Annegret Richter den Siegerpokal überreicht zu bekommen“. Die zweimalige Olympiasiegerin Annegret Richter steht neben ihr und findet nur lobende Worte für die Deutsche Meisterin und EM-Dritte. „Dank Gina geht es mit den Leichtathleten in Dortmund wieder bergauf. Sie ist ein Glücksfall und hat eine tolle Karriere vor sich“, sagt Richter.  

Emotional ist auch der Auftritt des Paracyclers Hans-Peter Durst, der zum dritten Mal zum Sportler des Jahres gewählt wurde. „Ich muss hier mal mit einer Mär aufräumen“, sagt er und erklärt, dass ihm bei seinem Zeitfahrsieg bei den Paralympics in Rio der Sattel zwar kurz nach Start gebrochen ist, er aber eine Position fand, dass der erst im Zielbereich runterfiel. „Viele sprechen vom Sieg ohne Sattel. Ganz so war es aber nicht“, gibt Durst offen zu.

Dortmunder Note

Die Gespräche mit den beiden Moderatoren Sascha Klaverkamp (Ruhr Nachrichten) und Mathias Scherff (Radio 91.2) sind launig. Kurzweilig. Die Sportler werden perfekt in Szene gesetzt. Von den Moderatoren, von der Technik, mit dem exzellent ausgeleuchteten Raum.

Im Rampenlicht steht auch Olympiasiegerin Lisa Schmidla. Ihre Dortmunder Ruderpartnerin Carina Bär fehlt berufsbedingt. Zusammen gewinnen sie die Wahl zur Mannschaft des Jahres. „Ich erinnere mich noch genau an Rio. Wir lagen ja rund zweieinhalb Sekunden hinter den Polen. Da habe ich mich umgedreht und meinen Partnerinnen zugerufen, dass das nicht sein könnte. Wir müssen jetzt noch an denen vorbei. Es hat geklappt“, erzählt die Schlagfrau des deutschen Gold-Doppelvierers, dem Schmidla und Bär die Dortmunder Note verliehen.

Fußball ist diesmal Nebensache

Aber nicht nur die Sieger kommen zu Wort. Unter den 300 Gästen befindet sich eine Menge Prominenz. RN-Sportredakteurin Petra Nachtigäller geht durch die Reihen, spricht mit dem Ex-Profi Sebastian Kehl, mit der ehemaligen Weltklasse-Eisläuferin Marina Kielmann und Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Rund zwei Stunden dauert der offizielle Teil, zu dessen Gelingen die Akrobaten des Zirkus Fritzantino und die Band von Inga Strothmüller beitragen.

Dann geht es an das edle Buffet. Nur wenige gehen direkt nach Hause, Sportler und Gäste plaudern noch ausgiebig über die Leistungen der nominierten Sportler, über den tollen Abend. Der Fußball ist diesmal Nebensache. Für einen Moment strahlt der vielfältige Dortmunder Sport heller als der BVB.

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