Großes Sturmtalent geht aus einem Grund wieder in der Kreisliga auf Torejagd

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In seinem ersten Seniorenjahr erzielte Anil Can Mert 27 Tore in 19 A-Liga-Spielen. Nach einem Ausflug in die Landesliga ist der 19-Jährige zurück an alter Wirkungsstätte und erklärt seine Beweggründe.

Dortmund

, 04.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Sprung in den Seniorenbereich meisterte er vor knapp einem Jahr mit Bravour. In seiner ersten Saison erzielte Anil Can Mert für den A-Ligisten Eving Selimiye Spor satte 27 Tore. Im April folgte der Wechsel in die Landesliga zum Hombrucher SV. Knapp fünf Monate später ist er schon wieder zurück in Eving. Dafür gibt es einen ganz bestimmten Grund.

Seine Qualität ist unbestritten. Die Torquote von Anil Can Mert in seiner ersten Seniorensaison spricht für sich. Auch beim Hombrucher SV in der Landesliga hätte der 19-jährige womöglich durchaus erfolgreich sein können. Doch das bleibt zumindest vorerst ein vages Gedankenspiel, denn: Mert ist zurück an alter Wirkungsstätte und geht wieder für den A-Ligisten Eving Selimiye Spor auf Torejagd.

Prüfungen als ausschlaggebender Grund

„Diese Entscheidung hat allerdings weder was mit dem Trainerteam noch der Mannschaft in Hombruch zu tun. Ich habe mich sowohl mit Trainer Alexander Enke als auch mit meinen Mitspielern sehr gut verstanden“, so Mert.

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Vielmehr hätten schlussendlich private Ursachen den Ausschlag für die frühzeitige Rückkehr nach Eving gegeben. „Es sind vor allem zeitliche Gründe. Ich habe gemerkt, dass es mit dem Training einfach problematisch wird. Bei mir stehen demnächst wichtige Prüfungen an und da habe ich momentan einfach nicht die Zeit drei- bis viermal in der Woche zu trainieren“, erklärt der 19-Jährige.

Aufgrund von Schule, Ausbildung und Lernen könne er nicht regelmäßig trainieren. Was in der Landesliga zum großen Problem werden könnte, kann in der Kreisliga möglicherweise noch kompensiert werden. „Ich habe mit meinen Eltern und den Verantwortlichen von Hombruch und Selimiye über das Thema gesprochen und mir einige Gedanken gemacht“, betont Mert, „und letztlich ist es für mich vermutlich einfach sinnvoller, wieder zu Selimiye zurückzukehren.“

Fokus auf Ausbildung

Anders als in Hombruch stehen beim A-Ligisten pro Woche zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Für das Sturmtalent sind das bessere Voraussetzungen. Er habe so „deutlich mehr Zeit“, um sich auf seine anstehenden Prüfungen vorzubereiten und können sich besser auf seine Ausbildung fokussieren.

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„Ich will natürlich trotzdem auch beim Fußball Gas geben, aber ich werde schon ein bisschen runterschrauben. Das ist der eigentliche Grund, weshalb ich mich für diesen Schritt entschieden habe“, so Mert. Dieser Plan gelte vorerst bis zum Winter, dann sei seine Prüfungsphase beendet. Wie es danach weitergeht, ist bislang noch unklar.

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