Gunkel gewinnt Silvesterlauf von Werl nach Soest

Leichtathletik

Nach 15 langen Kilometern lief Leif Gunkel (LG Olympia) bei Deutschlands größtem Silvesterlauf von Werl nach Soest nach hervorragenden 47:40 Minuten als umjubelter Sieger auf den Soester Marktplatz, nachdem er sich auf den letzten 300 Metern mit einem kraftvollen Spurt von seinen Konkurrenten gelöst hatte.

Soest

, 02.01.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gunkel gewinnt Silvesterlauf von Werl nach Soest

Strahlender Sieger: Leif Gunkel von der LGO Dortmund gewann den Silvesterlauf von Werl nach Soest.

Vom Start an dominierte der 20-jährige LGOer, der einer der jüngsten Sieger der Silvesterlauf-Geschichte ist, zusammen mit dem aus Eritrea stammenden Robiel Weldemichael (Delbrück) und dem Sieger von 2011, Dominik Fabianowski, das Rennen und setzte sich nach 32 Minuten für die zehn Kilometer immer deutlicher von der Konkurrenz ab.

Gunkel weist Vorwürfe zurück

Dass sich Gunkel nicht an der Führungsarbeit beteiligte, brachte Fabianowski mächtig in Rage, und er machte ihm nach dem Zieleinlauf heftige Vorwürfe, da er sich auch unterwegs behindert fühlte. Gunkel ließ das aber nicht gelten. „Ich habe im Herbst mein Medizinstudium in Göttingen begonnen und bin dorthin umgezogen. Das war für mich eine große Umstellung, sodass ich nicht wusste, was ich drauf habe. Deswegen habe ich mich zurückgehalten, und als ich in der Schlussphase merkte, dass da noch etwas geht, habe ich mich auf meinen Spurt verlassen“, beschrieb er seine Strategie.

Er hatte erst im November wieder das Training aufgenommen, sich aber auf dieses Rennen nicht gezielt vorbereitet. Er wird nun zunächst einige Crossrennen bestreiten, aber vor allem steht das Studium im Vordergrund. Michael Ruhe (LGO) beendete das Rennen nach 52:50 Minuten und überzeugte als Zweiter der M 30. In der M 65 dominierten die Rapidos Rainer Schübbe (66:33) und Michele Pugliese (69:25). Arnold Jung (DJK Saxonia) war in der M 75 nach 87:19 Minuten der Konkurrenz weit voraus.

Bähner hinterlässt hervorragenden Eindruck

Bei den Frauen hinterließ Svenja Bähner (LC Rapid) einen hervorragenden Eindruck und entschied die Kategorie W 30 nach 60:53 Minuten überlegen für sich. „Ich wollte unter 61 Minuten bleiben, und das ist mir gelungen, obwohl ich auf den letzten drei Kilometern mächtig auf die Zähne beißen musste.“, kommentierte sie.

 

„Ich bin in Soest aufgewachsen und habe schon als Kind davon geträumt, an diesem Lauf einmal teilzunehmen.“, erinnerte sich die Dortmunder Lehrerin Angela Moesch, die aus alter Freundschaft noch immer den Dress der LG Deiringsen trägt. Sie gewann als Zweite der Gesamtwertung die Kategorie W 45 nach vorzüglichen 58:01 Minuten.

Mazurek wird von Tochter abgehängt

Jürgen Mazurek (TuS Scharnhorst) schnürte zum 31. Mal die Schuhe und belegte in der M 60 nach 68:48 Minuten Platz acht. Er musste aber bedauernd feststellen, dass ihn seine Tochter Nicole (W 40) um 42 Sekunden abhängte. 

 

Seine Vereinskameradin Bärbel Mandel war zum 16. Mal dabei und lief nach 101:50 Minuten als Zweite der W 70 ins Ziel. 108:45 Minuten wurden für Dauerbrenner Karl- Heinz Schmessing (Ruhpotts Asseln, M 65) bei seiner 35. Teilnahme gestoppt. Sprintass Gina Lückenkemper gab in Ampen den Startschuss für die fünf Kilometer ab und zeichnete in Soest die Sieger aus. Rund 6500 Teilnehmer erreichten das Ziel. 

 

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Sportlicher Leiter im Interview
Pierre Ayadi und sein Jürgen Klopp-Moment: Wir hatten ein Wahnsinnsjahr bei der LG Olympia
Münsterland Zeitung Helmut-Körnig-Halle
Hallen-Meisterschaft und Indoor Meeting vor Augen: Das ist der Stand beim Umbau der Körnig-Halle