Gute Stube wird "gefegt"

DORTMUND Bei den Leichtathleten ist wieder alles "dicht". Das bezieht sich nicht nur auf das sturmgeschädigte Dach der Körnighalle, sondern auch auf die Harmonie unter den Vereinen, die beim Kreistag im TSC-Sportzentrum deutlich wurde.

von Von Horst Merz

, 18.01.2008, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Leichtathletik-Obmann Gerhard Niemeyer (l.).

Leichtathletik-Obmann Gerhard Niemeyer (l.).

Zwar ist man in Dortmund im Hinblick auf den Spitzensport noch immer weit vom Niveau früherer Jahre entfernt, doch konnte Sportwart Wolfgang Franke von einem erfreulichen Aufwärtstrend berichten. Dabei kommt dem überraschenden Europapokalsieg der weiblichen A-Jugend der LG Olympia besondere Bedeutung zu, und die Position sechs der LGO in der Gesamtwertung der deutschen Vereine ist ein weiteres Indiz für die gewachsene Leistungsstärke.

Kreis-Leichtathletik-Obmann Gerhard Niemeyer hob die führende Rolle der Westfalenhalle GmbH als Sponsor der Leichtathletik hervor. Während der Sommermonate erhält die "gute Stube" an der Strobelallee eine neue Rundbahn und empfiehlt sich damit für höhere Aufgaben. Auch das Stadion Rote Erde wird aufpoliert. Die Tribüne und der Bereich des Marathontors werden saniert.

Insgesamt fanden 2007 in Dortmund 43 Leichtathletik-Veranstaltungen statt, bei denen 14 279 Athleten an den Start gingen. 160 heimische Kampfrichter, darunter 20 Neulinge, sorgten mit 1227 Einsätzen für die reibungslose Abwicklung. Eine von ihnen ist Ute Franke, die für ihre inzwischen 40-jährige Tätigkeit mit der Goldenen Ehrennadel des FLVW ausgezeichnet wurde.

Hoffen auf Hoeschpark

Bei der Erstellung der neuen Leichtathletik-Anlage im Hoeschpark ist man nach wie vor auf halbem Wege stehen geblieben, so dass die Ausrichtung von Wettkämpfen noch immer unmöglich ist. "Unsere Athleten befinden sich bei Sportfesten oft bis zu sieben Stunden im Stadion, so dass eine Tribüne als Wetterschutz unbedingt nötig ist", so Niemeyer. Detlef Wienhöfer von den Sport- und Freizeitbetrieben der Stadt stellte in Aussicht, dass das Umfeld der Sportanlage im Hoeschpark trotz finanzieller Probleme verbessert werden soll.

Höhepunkt der Wintersaison wird der internationale Städtekampf am 1. März in der Körnighalle sein, der inzwischen auf neun teilnehmende europäische Städte angewachsen ist. "Dieser Wettkampf mit fast 500 Nachwuchsathleten ist einzigartig in Europa", rückte Gerhard Niemeyer sein "Lieblingskind" in den Blickpunkt.

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