Guter Lauf führt Patricia de Graat nicht ins Finale

Leichtathletik: Deutsche Hallenmeisterschaften

Diese deutschen Hallen-Meisterschaften der Männer und Frauen in Leipzig hatte sich die LG Olympia sicher anders vorgestellt. Hoffnungsträger Torben Junker trat nach Kniebeschwerden im Langsprint nicht an. Sprinterin Johanna Bechthold zog sich eine Muskelverhärtung zu und Kidane Tewolde gab das 3000-Meter-Rennen mit Muskelschmerzen auf. Einzig auf die Mittelstrecklerinnen war Verlass.

DORTMUND

, 29.02.2016, 19:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Guter Lauf führt Patricia de Graat nicht ins Finale

Patricia de Graat (l.) lief über die 800 Meter locker zum Titelgewinn

Patricia de Graat wollte über 800 Meter unbedingt unter 2:10 Minuten bleiben, eine Zeit, die ihrem Leistungsvermögen entspricht. Nach 64 Sekunden passierte die 17jährige LGOerin die 400-Meter-Marke. Sie folgte der Spitzengruppe bis 200 Meter vor dem Ziel, musste dann aber ihrem Tempo Tribut zollen und abreißen lassen. Sie beendete das Rennen nach 2:12,50 Minuten, und damit war für sie der Wettbewerb beendet. Laura Hansen geriet in üble Rempeleien und bezahlte diese mit blutigen Kratzern an den Waden. Dennoch teilte sie sich ihren Vorlauf gut ein und kam mit 2:12,57 Minuten bis auf 75/100 an ihre Jahresbestzeit heran.

Reaktionsschnell

Tobias Vogt (alle LGO) startete mit der besten Reaktionszeit aller Teilnehmer von 0,137 Sekunden seines 60-Meter-Hürden-Vorlaufs furios. Darüber war er selbst wohl etwas erschrocken, denn dann unterliefen ihm Flüchtigkeitsfehler, sodass er mit 8,34 Sekunden seine Qualifikationsleistung von 8,23 nicht ganz erreichte. Dennoch war Uli Kunst mit seinem Schützling zufrieden: „Tobias hat auf seinem sehr verbesserten Leistungslevel stabilisiert, und das ist erfreulich.“

Gut hielt sich auch Jovanna Klaczynski (Teutonia Lanstrop). Mit tadellosen 8,74 Sekunden kam sie in ihrem Hürdenvorlauf bis auf 1/100 an ihre Bestzeit heran. Leif Gunkel hatte sich von seinen 3000 Metern sicher mehr erhofft. „Einige zu kassieren“, war sein Ziel. Das gelang ihm aber nicht. Er konnte dem hohen Tempo der führenden Langstreckler nicht folgen, sodass sie nicht mehr in seiner Reichweite waren und war dann auf sich gestellt. Mit 8:32,63 Minuten gelang ihm jedoch eine neue persönliche Hallenbestzeit.

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Das 4x200-Meter-Finale der Männer versöhnte. Nach ordentlichen Wechseln und einer ausgezeichneten kämpferischen Einstellung nutzten Tobias Breddermann, Tobias Vogt, Florian Drossart und Henrik Krause ihre läuferischen Möglichkeiten voll aus und belegten nach ausgezeichneten 1:29,80 Minuten Rang neun. „Das haben die Jungs richtig gut gemacht.“, freute sich LGO-Trainer Uli Kunst.

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