Harte Strafen und monatelange Sperren - tritt der B-Ligist NK Zagreb in der Halle an?

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Vor drei Jahren sorgte NK Zagreb für einen Eklat, weil der Klub nach dem Ausscheiden am ersten Zwischenrundentag am zweiten nicht mehr antrat. Nun ist der B-Ligist wieder dabei - tritt er auch an?

Dortmund

, 17.12.2019, 14:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass es beim B-Ligisten NK Zagreb so richtig rund läuft, kann man wirklich nicht sagen. In der B4 ist das Team von Janko Zivkovic Vorletzter, konnte in dieser Saison erst zweimal gewinnen, verlor schon zweimal am grünen Tisch die Punkte und konnte zweimal wegen zu weniger Spieler gar nicht erst antreten.

Spieler krank und auf Montage

Auch am letzten Spieltag dieses Jahres ließen die Kroaten das Duell bei Tabellenführer SV Körne 83 ausfallen. Es wäre wohl deutlich geworden, Körne ist mit 111 Toren die Tormaschine der Liga, doch Zivkovic sagt, an der Angst vor einer Klatsche sei das Spiel nicht gescheitert: „Vier Spieler waren krank, drei auf Montage“, so Zivkovic.

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Bei einem Kader von nur 13, 14 Akteuren sei es dann schwierig, sagt Zivkovic: „Und mit acht Spielern anzutreten, macht keinen Sinn.“ Das Problem mit Spielern, die auf Montage sind, sei ein konstantes bei seinem Team. Und dass sie kein drittes Mal nicht antreten dürfen, sei ihm bewusst: „Der Kader wird jetzt vergrößert“, so Zivkovic, „wir holen einige Neue dazu, besorgen gerade die Spielerpässe und wollen eine komplett neue Mannschaft aufbauen.“

Harte Strafen und monatelange Sperren

Er selbst darf allerdings nach einem heftigen Urteil des Kreissportgerichts nicht mitwirken. Wegen Falschaussage vor dem Bezirkssportgericht im Falle des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers wurden Zivkovic sowie drei weitere Zagreb-Spieler von drei bis fünf Monate gesperrt.

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Der Einsatz von Vladimir Sesto im Duell mit Viktoria Kirchderne Mitte September kommt den Klub nun teuer zu stehen - auch weil er zur Verhandlung nicht vor dem Sportgericht erschien. Insgesamt fordert der Verband 1689,22 Euro an Geldstrafen und Verfahrenskosten von Zagreb. Bis Montag kann der Klub aber laut dem Vorsitzenden des Kreissportgerichts, Frank-Bernd Meyer, noch in Berufung gehen. Dazu äußert sich Zivkovic nicht.

Unerfahrene Leute

Volker Schneeloch, Staffelleiter der Kreisliga B4, sagt: „Mit NK gibt es sonst keine Probleme. Es sind wohl unerfahrene Leute am Werk, denen das Ganze nicht so geläufig ist. Aber sonst ist alles okay.“

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Das Geld werde vom Verband eingezogen: „Das ist wie im wirklichen Leben: Einmal im Monat wird Strom und Telefon abgebucht“, so Schneeloch. Große Zahlungsrückstände sollten heutzutage nicht mehr auftreten: „Der Verband ist nach leidvollen Erfahrungen in Verbindung mit den Kreiskassierern rigoros“, sagt Schneeloch.

„Wir sind vorbereitet“

Auswirkungen auf die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft sollten allerdings weder die Sperren, noch die Strafen haben. Das versichert Janko Zivkovic, der wie Simic durchaus als Spieler in Frage gekommen wäre, auf Nachfrage: „Nein, wir sind vorbereitet und dabei“, sagt der Mann für alles bei NK.

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Zwar hätten sich erneut einige Spieler nach Kroatien verabschiedet, „aber acht Leute sind hiergeblieben“, sagt Zivkovic. Vor drei Jahren hatte der Klub sogar die Zwischenrunde erreicht - war allerdings nach dem Aus am ersten Tag am zweiten nicht mehr erschienen.

Neuer Modus und zweijährige Sperre

Dieser bis dahin einmalige Fall hatte dem Klub nicht nur eine zweijährige Sperre für die Halle eingebrockt, sondern den Kreis sogar dazu veranlasst, den Modus dahingehend zu ändern, dass es für jedes Team, das am ersten Zwischenrundentag weiterkommt, am zweiten Zwischenrundentag in einer neuen Dreiergruppe von vorne losgeht.

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Die Sperre ist in diesem Jahr ausgelaufen. Zagreb trifft in der Halle Brackel auf die beiden A-Ligisten SG Gahmen und SF Brackel.

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