Heimlich, still und leise: Steve Tunga hat sich als Testspieler beim BVB II empfohlen

Fußball-Regionalliga

Steve Tunga hat sich festgebissen. Eigentlich sollte er sich beim BVB nur für andere Klubs empfehlen. Jetzt aber darf er bleiben und könnte ein frisch geschaffenes Problem lösen.

Dortmund

, 17.08.2019, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimlich, still und leise: Steve Tunga hat sich als Testspieler beim BVB II empfohlen

Steve Tunga und Mike Tullberg vom BVB II. © Bieelfeld

Heimlich, still und leise hat sich Steve Tunga in den Kader der U23 von Borussia Dortmund gespielt. Schon seit dem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte am 4. August (2:1) gehört der gebürtige Essener fest zur Mannschaft von Trainer Mike Tullberg - und könnte zumindest temporär die Probleme auf der Rechtsverteidiger-Position lösen.

Tullberg kennt Tunga schon

In der vergangenen Saison spielte Tunga noch bei Wattenscheid 09, doch großes Interesse, dort seinen Vertrag verlängern zu wollen, hatte er nicht. Allerdings gestaltete sich die Vereinssuche im Anschluss schwierig. Glück für Tunga, dass sich Tullberg an seinen ehemaligen Schützling aus der U19 von Rot-Weiß Oberhausen erinnerte: „Er hat mich angerufen und mir angeboten, dass ich mich beim BVB fithalten kann und Testspiele mitmachen darf, um mich für andere Vereine zu empfehlen.“

So spielte er schon Mittel Juli gegen den BSV Heeren mit, allerdings sah es zunächst nicht danach aus, als würde Tunga sich für den BVB empfehlen können. Doch als die Saison begann, kam Tullberg noch einmal auf Tunga zu: „Anscheinend habe ich so überzeugt, dass er mich gerne hierbehalten würde. Das hat mich riesig gefreut. Ich bin glücklich, dass es jetzt so geklappt hat“, sagt Tunga, der das Fußballspielen bei Teutonia Überruhr, Rot-Weiss Essen, ESG 99/06 und ab der U15 beim VfL Bochum lernte, bevor er über Rot-Weiß Oberhausen und Wattenscheid in Dortmund landete.

Spielberechtigt kurz Wuppertal

Den Vertrag hat er schon vor dem Spiel gegen die Sportfreunde Lotte unterschrieben, spielberechtigt war er aber erst kurz vor dem 0:1 gegen Wuppertal, bei dem er auch erstmal im Kader stand, aber nicht eingesetzt wurde.

Doch durch die Vakanz auf der rechten Außenverteidigerposition durch die Verletzungen von Lars Bünning, Mateu Morey und Haymann Bah-Traore könnte Tungas Stunde nun schlagen. „Ursprünglich bin ich Sechser“, sagt Tunga, „aber wenn der Trainer möchte, dass ich hinten rechts spiele, dann mache ich das gerne.“ So wie im Testspiel am Freitag gegen den niederländischen Zweitligisten NEC Nijmegen, als er 65 von 90 Minuten rechts hinten spielte und den Rest der Partie auf der Sechs zuende brachte.

„Will mich hier behaupten“

„Es macht hier riesig Spaß“, sagt Tunga, der selbst zugibt, noch einen kleinen Rückstand zu haben: „Das ist für mich völlig verständlich, weil ich nicht die komplette Vorbereitung mitgemacht habe.“ Natürlich möchte Tunga so viel spielen, wie möglich, „die Konkurrenz ist hier aber sehr stark. Es sind viele gute Zocker dabei - und trotzdem will ich mich behaupten.“

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Fußball-Regionalliga

BVB-II-Coach Tullberg sieht nach dem 0:4 gegen Rödinghausen einen „Zwei-Welten-Unterschied“