Hombrucher SV will Umgang mit Schiedsrichtern ändern und lädt Dortmunder Teams ein mitzumachen

Fußball in Dortmund

Immer wieder werden Schiedsrichter auf Amateurfußball-Plätzen zu Opfern verbaler und körperlicher Gewalt. Der Hombrucher SV will nun aktiv dagegen vorgehen - und andere Klubs mitziehen.

Dortmund

, 15.11.2019, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hombrucher SV will Umgang mit Schiedsrichtern ändern und lädt Dortmunder Teams ein mitzumachen

Schiedsrichter sollen in Dortmund künftig besser geschützt werden - der Hombrucher SV setzt entsprechende Maßnahmen jetzt um. © Nils Foltynowicz

Willi Tiemann hatte genug. Der Geschäftsführer Sport des Hombrucher SV hatte mal wieder die Sportgerichts-Urteile gelesen und kam zu dem Schluss, dass sich etwas ändern müsste: „Der Fußball geht kaputt“, sagt Tiemann, „wenn wir nicht langsam etwas ändern.“

Umgang mit Schiedsrichtern

Gemeint ist der Umgang mit Schiedsrichtern auf den Amateurfußball-Plätzen: „Ich mache das jetzt seit 25 Jahren und es ist definitiv schlimmer geworden. Was sich die Schiedsrichter für 25 Euro pro Spiel anhören müssen, das geht gar nicht. Deshalb müssen wir etwas tun.“

Als Vorstandsmitglied beim Hombrucher SV war das Thema schnell auf die Tagesordnung gepackt: „Vor allem unser 2. Vorsitzender Andreas Bitter hat sich für das Thema stark gemacht“, sagt Tiemann. Wenige Minuten später stand der Entschluss fest: „Wir gehen jetzt einen anderen Weg. Die Schiedsrichter sollen sich bei uns wohlfühlen, also werden wir sie aktiv betreuen und wenn es sein muss schützen“, sagt Tiemann.

Zwei Betreuer für die Schiedsrichter

Konkret haben sie bei den Spielen der ersten und zweiten Mannschaft in Zukunft zwei Betreuer an der Seite der Schiedsrichter: „Die holen die Schiedsrichter ab, begleiten sie zum Platz, bringen sie wieder zurück.“ Und sollte es zu „obszönen Beleidigungen oder schlimmerem“ kommen, werde beim HSV nun rigoros durchgegriffen: „Dann werden wir denjenigen vom Sportplatz entfernen“, sagt Tiemann, der sich auch vom DFB Unterstützung wünschen würde.

„Wir haben ja jetzt einen neuen Präsidenten, mal gucken, ob da was passiert“, sagt Tiemann. Der regelmäßige Handball-Zuschauer sei beeindruckt davon, „mit welchem Respekt dort die Schiedsrichter behandelt werden. Und dann sieht man, wie in der Bundesliga mit Schiedsrichtern umgegangen wird...“, sagt Tiemann.

Klubs in Dortmund aufwecken

Der Hombrucher SV wolle Vorreiter sein und lade alle Dortmunder Vereine ein, es ihm gleichzutun: „Wir sind ja am Sonntag in Brackel, da werden wir schonmal Gespräche führen. Wir wollen die anderen Klubs auch aufwecken“, sagt Tiemann.

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