HSV beendet Jahr als bestes Dortmunder Team

Fußball: Landesliga 3

Vor der Saison galt der Hombrucher SV in der Fußball-Landesliga als eine der größten Wundertüten. Nun, vor dem letzten Spiel des Jahres, lässt sich eines bereits feststellen: Überrascht hat der HSV – und zwar als bestes Dortmunder Team auf Rang drei, einen Punkt hinter Platz eins.

DORTMUND

, 06.12.2016, 09:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Speziell zuhause hat das Hombrucher Überraschungsteam bislang viel zu bejubeln. Hier freuen sich Stefan Bienewald (l.) und Dominic Haake (M.) mit Dominik Podubrinn (r.), der den 1:0-Siegtreffer gegen CSV Bochum-Linden erzielte.

Speziell zuhause hat das Hombrucher Überraschungsteam bislang viel zu bejubeln. Hier freuen sich Stefan Bienewald (l.) und Dominic Haake (M.) mit Dominik Podubrinn (r.), der den 1:0-Siegtreffer gegen CSV Bochum-Linden erzielte.

29 Zähler hat die Mannschaft von Trainer Markus Gerwien in 15 Spielen bereits gesammelt. Dabei hatten einige dem Klub ein schwieriges Jahr in niederen Tabellenregionen prophezeit, nachdem sich im Sommer eine junge, hungrige Hombrucher Truppe mitsamt Trainer Benjamin Hartlieb aufgelöst und in alle fußballerischen Himmelsrichtungen der Region verstreut hatte.

Noch jüngere Mannschaft

Nachfolger Gerwien aber bastelte an einer noch jüngeren Mannschaft, die hin und wieder selbst vom Gegner für ein A-Jugend-Team gehalten wird. Und an Hunger und Gier steht diese neue Elf der Vorjahresmannschaft schon jetzt offensichtlich in nichts nach. „Ich hatte schon im Sommer ein gutes Bauchgefühl“, erklärte Gerwien. „Aber damals wussten wir ja noch nicht, in welche Richtung es jetzt für uns geht. Nun zeigt sich, dass wir sowohl im Kader als auch bei der Wahl der Trainer und Betreuer ein glückliches Händchen hatten und sich alles in ein großes Ganzes zusammenfügt.“

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Der Trainer injizierte dem jungen Team neue Stabilität. Erst über ein 4-2-3-1-System, seit Oktober nun auch in der offensiveren Variante mit zwei Spitzen. „Entscheidend ist dabei, dass wir stabil und tief stehen und uns so die nötige Sicherheit holen“, führte Gerwien aus. Und es fruchtete: Gerade auf dem heimischen Platz ist der HSV eine Macht, gewann sieben von acht Partien. „Hier treten die Jungs ein wenig befreiter auf“, sagt Gerwien. Der Wohlfühlfaktor ist ein erheblicher Baustein im Hombrucher Erfolgslauf.

"Drecksack-Mentalität"

Trainer Gerwien hat Spaß daran, die junge Mannschaft weiterzuentwickeln und zu formen. Dass seine Spieler manchmal noch ein wenig grün hinter den Ohren sind, sieht er nicht dramatisch. Doch weiß er auch, wo er die nächsten Hebel ansetzen muss: „Wenn wir zurückliegen, fehlt uns manchmal die Galligkeit“, erklärte der Coach. „Da müssen wir den Jugendstil ablegen und eine gewisse Drecksack-Mentalität entwickeln.“ Für den HSV könnte es schlechtere Aufgaben geben. 

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