Im Derby: "Kälte" gegen Emotionen

Die Dortmunder Klubs

Heiß und kalt – gegen emotionale Wickeder fordert Brünninghausens Trainer Volker Rieske die „entsprechende Kälte“ seiner Jungs. Ein Duell beider Teams im Ligabetrieb muss schon Jahrzehnte zurückliegen, wenn es denn überhaupt eins gab. Daher sprechen sich Vertreter beider Vereine aus der Ferne Respekt zu.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 01.10.2011, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
FC Brünninghausens Marcel Greig (r.) hofft auf seinen Einsatz im Derby.

FC Brünninghausens Marcel Greig (r.) hofft auf seinen Einsatz im Derby.

„Wickede spielt gegen den Mann. Da überlege ich mir noch, wen ich in die Offensive stelle.“ Die für die Vorwärtsbewegung wichtigen Leute sind an Bord. Nur in der Verteidigung muss der Coach auf Spieler verzichten. Sven Barton fällt wegen einer Muskelverletzung über der Kniekehle aus. Pascal Harder und Tim Harbott benötigen noch mehr Zeit. Dass Derbys jetzt zu Wickeder Selbstläufern werden, schließt Westfalia-Trainer Marko Schott aus. „Normalerweise muss ich meine Jungs nicht noch motivieren, damit sie im Rahmen des Erlaubten hochfahren. Das erledigen sie im Derby schon selbst. Aber Brünninghausen ist so gut besetzt, dass wir da nicht mal einfach so etwas mitnehmen.“

Seine Wickeder müssten auf der Hut sein. Gerade nach vorne hätte der FCB richtig gute Fußballer. „Und gerade Dominik Behrend und Denis Boutagrat werden sich beweisen wollen.“ Dazu hebt Schott die Standards der Gastgeber hervor. „Wir haben zwar hinten nicht die kleinsten Leute, doch Brünninghausen schickt eine Menge gefährlicher Spieler in den Strafraum.“ Heißt also, sein Team solle Freistöße und Ecken vermeiden.

Prinzipiell benötige sein Team ständig Ansagen. Das zeigte dem Coach auch das interne Testspiel gegen die A-Junioren. „Wir lagen 1:2 hinten, erst danach fingen wir uns und drehten die Partie zu einem klaren 9:2.“ Eigentlich möchte Schott dem Team das Vertrauen schenken, das am vergangenen Sonntag den TuS Eving-Lindenhorst besiegte. Ob Andreas Toetz dabei ist, kann er jedoch nicht garantieren. Der Mittelfeldspieler hat wegen seiner Spätschicht kaum trainiert. Lukas Kreilkamp hält sich bereit. Zu früh kommt ein Einsatz von Stefan Hensel, der sich gegen Eving immerhin bereit gehalten hatte. Am Sonntag um 16.45 Uhr wissen beide Teams aus der Nähe, ob der Respekt voreinander gerechtfertigt war.

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