Im Kampf um die Oberliga: Vorteil OSC

Handball: Verbandsliga 2

Seit dem letzten Wochenende hat sich die Situation im Fernduell um die Verbandsliga-Meisterschaft und den Oberliga-Aufstieg verkehrt. Das Remis des RSVE Siegen in Recklinghausen beförderte das Team von Trainer Thorsten Stoschek zwei Spieltage vor dem Saisonende an die Tabellenspitze. Die Entwicklung im Titelrennen bedeutet aber keinesfalls eine Vorentscheidung.

DORTMUND

, 15.04.2016, 07:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einzig der Einsatz von OSC-Linksaußen Markus Goracy ist noch nicht gesichert.

Einzig der Einsatz von OSC-Linksaußen Markus Goracy ist noch nicht gesichert.

Fortgesetzt wird das Rennen der beiden nun punktgleichen Rivalen, in dem aktuell wegen des besseren direkten Vergleichs der OSC die Nase knapp vorne hat, am Wochenende mit komplizierten Auswärtsaufgaben und in unverminderter Schärfe.

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Die vergleichsweise höhere Hürde steht dabei am Samstag um 17 Uhr den Siegerländern beim ASV Senden ins Haus. Die Gastgeber sammelten zuletzt 14:0-Punkte und wollen ihren Trainer Diethardt von Boenigk nach sechsjähriger Tätigkeit vor heimischem Publikum mit einem Erfolg verabschieden.

Aufstieg am Samstag möglich

Im Falle eines Sendener Sieges könnte für den OSC der Oberligatraum schon am Samstagabend in Erfüllung gehen. Dazu müsste die Stoschek-Sieben mit zeitlicher Verzögerung um 19.30 Uhr in der Hattinger Kreissporthalle an der Goethestraße doppelt punkten. An solchen Spekulation beteiligt sich der OSC-Coach aber nicht: „Wir haben nun alles selbst in der Hand, schauen auf uns und wollen nicht nur in Hattingen, sondern auch zum Abschluss am nächsten Freitag daheim gegen HSV Plettenberg/Werdohl gewinnen.“

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Dabei nötigt ihm erst einmal die Samstag-Aufgabe einigen Respekt ab. Vom 35:20-Hinspielsieg lässt er sich nicht blenden: „Da ist der TuS personell geschwächt bei uns angetreten. Und vor eigenem Publikum ist die Mannschaft eine Macht, hat in der zweiten Serie nur gegen unseren Rivalen aus Siegen verloren.“ Mit 727 Treffern stellt der Tabellensiebte die mit Abstand erfolgreichste Offensive. Herausragende Schützen sind Matthias Felix Sinnemann (135) und Jakob Jäger (129). Die Dortmunder, nachdem 0:8-Punkte-Hänger rund um den Jahreswechsel mittlerweile seit acht Spielen und mit 15:1-Zählern ungeschlagen, sind folglich ausreichend gewarnt.

Goracy noch fraglich

Personell kann Stoschek aus dem Vollen schöpfen. Der komplette Kader zeigt sich einsatzfähig – auch wenn Linksaußen Markus Goracy durch eine Rippenprellung aus der vorletzten Partie in Hohenlimburg immer noch etwas eingeschränkt ist.

Über zu wenig Unterstützung von den Rängen werden sich die Rotweißen nicht beklagen müssen. Ein Fanbus für die Jugendlichen steht bereit. Die zweite Mannschaft wird sich nach ihrem Spiel in Witten auf den Weg machen. Das Feld ist also bestellt, das Tor zum Einzug ins westfälische Oberhaus geöffnet. 120 Minuten Bestätigung der zuletzt gezeigten Leistungen und volle Konzentration sind nun gefordert. 

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