Im Stadion Rote Erde wurden wieder erste „Wettkämpfe“ ausgetragen

Leichtathletik

Nach langer Pause konnten die Dortmunder Läuferinnen und Läufer endlich wieder in der Roten Erde antreten, dabei wurden auch ein paar Bestmarken geknackt.

Dortmund

, 21.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Stadion Rote Erde sind wieder die ersten Startschüsse gefallen.

Im Stadion Rote Erde sind wieder die ersten Startschüsse gefallen. © Dieter Menne Dortmund

Endlich waren im Stadion Rote Erde wieder Startschüsse zu hören. Bundestrainer Thomas Kremer hatte seine Langsprint-Gruppe zu einem Test gebeten und die meisten Leistungen berechtigten zu Optimismus. „Die erzielten Zeiten sind zwar nicht bestenlistenreif, da es sich um einen Testwettkampf handelt, sie sind jedoch korrekt ermittelt“, erklärte Ulf Stening vom Olympia-Stützpunkt Westfalen.

Licht und Schatten gab es bei den Männern: Zwar sprintete Manuel Sanders die 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 11,06 Sekunden, doch musste er sich gegen 3,6 Meter Gegenwind pro Sekunde stemmen. Gleiches traf Torben Junker, der sich mit 11,38 Sekunden zufrieden geben musste. Über 200 Meter unterbot Manuel Sanders mit 21,68 Sekunden trotz Gegenwind seine bisherige Bestmarke deutlich. Torben Junker wurde mit 21,88 gestoppt und blieb hinter seinen bisherigen Leistungen noch zurück. „Torben ist zwar nach seiner Knieverletzung, die er sich in der Halle zugezogen hat, wieder schmerzfrei, hat aber, wie man feststellen konnte, noch viel Trainingsrückstand“, kommentierte Kremer.

Hoffen auf richtige Wettkämpfe- auch für Jugendliche

„Zwei Bestzeiten sind ok, aber etwas schneller wäre besser. Der Gegenwind meinte es mit uns gar nicht gut“, schätzte Sanders seine Leistung ein. „Nächste Woche fahre ich mit Torben für eine Woche in das Bundesleistungszentrum Kienbaum, dann haben wir am 4. Juli in Luzern unseren ersten internationalen Wettkampf.“

In glänzender Verfassung präsentierte sich Anna Hense. Die 16-Jährige machte über 100 Meter mit neuem Hausrekord von hervorragenden 12,06 Sekunden bei leichtem Gegenwind ihre verbesserte Grundschnelligkeit deutlich und fügte über 200 Meter mit erstklassigen 24,36 Sekunden (-0,6) eine weitere Bestmarke hinzu. Damit unterbot sie im Kampf gegen Brenda Cataria Byll ihre bisherige Marke um fast eine Sekunde. Byll machte deutlich, dass sie ihre während der Hallensaison aufgetretene „Delle“ überwunden hat. Die 19-Jährige verbuchte mit 12,30 Sekunden über 100 Meter und 24,72 Sekunden über 200 Meter ebenfalls zwei neue Bestzeiten, die hoffen lassen, dass sie ihren Platz unter den schnellsten deutschen Jugend-Langsprinterinnen wieder einnehmen wird.

Anna Hense lief Bestleistung.

Anna Hense lief Bestleistung. © Merz

Anna Hense freute sich: „Das war eine tolle Wettkampfsimulation gegen Brenda und meine Schwester Zaya. Wir hoffen, dass jetzt bald gerade für uns Jugendliche wieder richtige Wettkämpfe stattfinden, damit wir uns gut auf die Deutschen Jugendmeisterschaften vorbereiten können.“ Auch Henses Schwester Zaya zeigte sich mit 13,28 und 26,98 Sekunden deutlich verbessert.

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