Im Stile eines Spitzenklubs - Mengede souverän gegen den HSV

Die Dortmunder Klubs

Knapp 400 Zuschauer wollten sehen, wie sich die beiden Top-Klubs der Landesliga West, Mengede 08/20 und der Hombrucher SV, im Volksgarten duellierten. Sie sahen bärenstarke Mengeder, die folgerichtig 3:0 (1:0) gewannen.

DORTMUND

von Von Timo Lämmerhirt

, 02.10.2011, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Szene mit Symbolcharakter: Mengede war im Derby meist einen Schritt schneller und am Ende mit einem verdienten 3:0 auch obenauf.

Eine Szene mit Symbolcharakter: Mengede war im Derby meist einen Schritt schneller und am Ende mit einem verdienten 3:0 auch obenauf.

Der Wachmacher für beide Teams kam dann von Dennis Schultze, der den Ball klären wollte und dabei fast seinen eigenen Schlussmann düpierte (37.). Hombruchs Sven Ricke hätte den Ausgleich erzielen können, schoss jedoch aus kurzer Distanz daneben (42.), Robin Schultze scheiterte an HSV-Schlussmann Daniel Kozakowski (44.). „Tielker und Fels haben Hombruchs Außen Ricke und Bahr gut aus dem Spiel genommen. Das war heute vielleicht der Schlüssel“, urteilte 08/20-Trainer Mario Plechaty. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer die stärksten Minuten der Gastgeber. Das lag auch an dem für Mirko Januschewski eingewechselten Fathallah Boufeljat, der in der 47. Minute per Kopf und in der 49. Minute per Fuß für das 2:0 hätte sorgen können. Zweimal wurde er perfekt von Dieckmann in Szene gesetzt. „Es war ein Risiko, ihn zu bringen, denn er ist gestern erst aus dem Urlaub gekommen. Aber es hat sich gelohnt“, so Plechaty.

Und hätte Eduard Sprenger kurz danach die Übersicht behalten und auf Dennis Schultze quergelegt anstatt zu schießen – es hätte schon längst 2:0 geheißen. Die Hausherren blieben aber am Drücker und kesselten die Hombrucher regelrecht ein, bis auch der gut aufgelegte Kozakowski den Ball aus dem Netz holen musste. Kapitän Dennis Schultze drückte die Mengeder Überlegenheit mit seinem Volleytreffer zum 2:0 (59.) aus. „Die Niederlage ist im Nachhinein verdient, allerdings bekommen wir in jeder Hälfte die Gegentreffer viel zu früh“, ärgerte sich HSV-Trainer Sead Sabotic. Nach dieser beruhigenden Führung spielte 08/20 das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft weiter und ließ im zweiten Abschnitt nur noch eine Chance der Gäste zu. Diese resultierte allerdings aus einem ruhenden Ball. Marius Lau zirkelte fast in Dieckmann-Manier auf das selbe Gehäuse in die selbe Ecke. Aber nur fast, denn der Ball flog knapp am Torwinkel vorbei.

„Uns fehlt die Cleverness. Viele von uns haben noch keine Derbys in der Landesliga gespielt, vielleicht spielte da bei einigen auch ein wenig die Angst mit“, versuchte HSV-Kapitän Danny Baron diese Niederlage zu erklären. „Das war ein hochverdienter Sieg. Wir waren spielerisch und läuferisch besser, waren frischer und effektiver.  Zudem hatten wir zahlreiche Chancen“, lobte Plechaty seine Mannschaft. Beide Mannschaften tauschten in der Tabelle die Plätze. Mengede ist Zweiter, der HSV Dritter. „Wir haben gesehen, dass wir mit solchen Spitzenmannschaften mithalten können. Es geht jetzt weiter“, zog Sabotic auch Positives aus der Niederlage.   

Gerlach - Fels, Tielker, Breer, Aurich - Januschewski (46. Boufeljat), Dieckmann (70. Cam), Nolte, D. Schultze - R. Schultze (65. Kilabaz), Sprenger

Kozakowski - Cusano, Engel, Baron, Juka (Schmidt)- Bahr, Ricke, J. Lau (55. Szugfil), M. Lau, Sträter - Adama Anne (63. Bazzani)

1:0 Dieckmann (5.), 2:0 D. Schultze (59.), 3:0 Fels (90.)

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