ASC-Coach Kotziampassis im Interview: Die Generation ist sensibel, will mitgenommen werden

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Am Freitagmorgen hat der Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund Antonios Kotziampassis als neuen Coach vorgestellt. Im Interview erzählt der Castroper, was er mit dem Klub in der Zukunft vor hat.

Dortmund

, 20.12.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Antonios Kotziampassis stand sogar schon im Zweitliga-Kader von Rot-Weiss Essen, trainierte später die U19 und U17 des Klubs. Jetzt ist er beim ASC 09 Dortmund angekommen.

Herr Kotziampassis, wie groß ist die Vorfreude auf den neuen Job?

Die Vorfreude ist natürlich da. Über Jahre hat sich der ASC zu einer richtig guten Adresse mit ambitionierten Strukturen entwickelt. Die Worte des Vorstandes und der Sportlichen Leitung haben Gewicht. Der Klub steht in der Öffentlichkeit im guten Licht da. Zudem deckt sich die Philosophie des Klubs mit meiner. Der ASC setzt auf junge Spieler und ist ein Sprungbrett für ambitionierte Talente.

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Sie waren in der Junioren-Bundesliga als Trainer aktiv, haben selbst in der Regionalliga gespielt. Laut Ihrer Vita passen Sie ja perfekt zum ASC.

Meine Vita ist nicht wichtig. Ich möchte dazu beitragen, dass die Vita der Spieler sich durch mich verbessert. Ich würde mich freuen, wenn die Jungs später sagen, dass ich ihnen weitergeholfen habe.

Wie sieht der Fußball aus, den sie bevorzugen?

Ich strebe guten und attraktiven Fußball an. Das A und O sind jetzt erstmal aber die Punkte. Aber wenn wir durch attraktiven Fußball zum Erfolg kommen, wäre das perfekt. Und das erreichen wir nur…

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wenn...

...die Spieler sich reinhauen und immer alles geben. Ich lasse auch schon im vorderen Bereich pressen. Die Spielart wird sehr laufintensiv sein.

Sind Sie als Stürmer damals auch viel gelaufen?

Ich war immer unterwegs und der Typ, der sich in jeden Zweikampf geworfen hat. Für mich stand immer das Team in Vordergrund. Immer.

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Und was sind Sie für ein Trainertyp?

Ich lege sehr viel Wert auf Disziplin. Aber mit mir kann man immer über alles sprechen. Und das ist wichtig, die Spieler wollen gehört werden, auch die ganz jungen. Die Generation ist sensibel, will immer mitgenommen werden.

Wie gut kennen Sie Ihr neues Team?

Ich habe mir am Donnerstag gleich zwei Spiele des ASC angeguckt. Den Sieg gegen Holzwickede und die Niederlage gegen Kaan-Marienborn. Man sieht sofort, dass das Potenzial da ist. Man sieht aber auch, dass jeder immer alles abrufen muss, damit die Mannschaft erfolgreich ist. Für mich ist aber immer der persönliche Eindruck der wichtigste. Am 5. Januar werde ich zum ersten Mal das Training leiten.

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Während der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft sitzen sich nicht auf der Bank?

Nein, ich werde als Zuschauer da sein und den Jungs mal Hallo sagen. Aber ich coache das Team zum ersten Mal am 5. Januar.

Sie leben in Ickern, warum tauchen sie jetzt mit 46 Jahren zum ersten Mal in Dortmund auf?

Ich hatte mal ein Angebot des BVB II. Das hat damals aber nicht geklappt, weil ich einen Job hatte und den auch nicht aufgeben wollte. Dann war ich ja 14 Jahre bei Rot-Weiss Essen. Es hat sich einfach nicht ergeben. Aber ich habe natürlich einen Bezug zu Dortmund und kenne die Stadt. Dortmund ist eine ehrliche Stadt.

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Sie standen ja am Sonntag noch an der Seitenlinie beim Westfalenligisten TuS 05 Sinsen. Ist die Trennung glatt abgelaufen?

Ja, der Verein war informiert, dass ich nach der Saison aufhören werde. Wir haben dann nach dem letzten Spiel zusammen beschlossen, dass ich sofort gehe.

Und ein paar Tage später waren Sie Trainer des ASC.

Das war ja nicht geplant. Sinsen war auch immer informiert, dass ich mit anderen Vereinen über die Zukunft spreche, über die kommende Spielzeit.

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