Julia Leidgebel für Europameisterschaft qualifiziert

Schwimmen

"Ich wusste, dass ich gut drauf bin", sagte Schwimmerin Julia Leidgebel nach ihren drei Einzel- und zwei Staffel-Medaillen bei der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Wuppertal, "dass ich mich allerdings für die Europameisterschaft qualifizieren würde, damit habe ich nicht gerechnet".

DORTMUND

von Von Petra Nachtigäller

, 26.11.2013, 13:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fährt zur EM nach Dänemark: Julia Leidgebel von der SG Dortmund.

Fährt zur EM nach Dänemark: Julia Leidgebel von der SG Dortmund.

Kein Wunder, 13 Rennen in drei Tagen steckten der jungen Schwimmerin in den Knochen, unterm Strich standen zwei Silbermedaillen über 50 Meter Rücken (mit neuem deutschen Altersklassenrekord in 27,68 Sek.) und 100 Meter Lagen, einmal Bronze über 200 Meter Lagen, dazu kamen zwei silberne Staffel-Medaillen mit den Mädels der SG Dortmund (wir berichteten).Den absoluten Clou hatte sich Julia Leidgebel für das letzte Rennen der Kurzbahn-DM in der Wuppertaler Schwimmoper aufgehoben: Bei ihrem Vizemeistertitel über 100 Lagen unterbot sie die EM-Norm um fast acht Zehntelsekunden – das bedeutete die Fahrkarte ins dänische Herning.

Endlich, mag das SG-Ass denken, war sie doch bereits als 16-Jährige nur um Hundertstel an der EM-Teilnahme auf der 25-Meter-Bahn vorbeigeschrammt. "Ich kann´s noch gar nicht glauben, dass es diesmal geklappt hat", strahlte Julia, die über ihren ebenfalls für die SG Dortmund startenden, vier Jahre älteren Bruder Collin zum Schwimmen gekommen war. Was sie sich nun für das Debüt auf der großen internationalen Bühne Mitte Dezember vorgenommen habe? Leidgebel bleibt gewohnt bescheiden, sagt: "Wäre schön, wenn ich meine Zeit der Kurzbahn-DM über 100 Meter Lagen (1:00,38 Minuten/die Red.) wiederholen oder vielleicht sogar verbessern könnte." Kurze Pause. "Und einen guten Eindruck will ich machen". Den hat sie bereits an den Wettkampftagen von Wuppertal hinterlassen.

Die Zwölftklässlerin ist eine Musterschülerin im Becken: Acht Mal pro Woche trainiert sie im Dortmunder Südbad, zwei bis drei Stunden pro Einheit. 2007 hatte sich die zweifache Kurzbahn-Vizemeisterin 2013 wegen der besseren Perspektiven der SG angeschlossen, sie ist längst heimisch geworden, denn: "Ich wollte Fortschritte machen, erfolgreicher werden. In Dortmund haben wir eine starke Trainingsgruppe, die zusammenhält und sich auch privat gut versteht. Es macht einfach Spaß, hier zu schwimmen." Und es macht sie glücklich, Erfolg zu haben...

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