Junker und Sanders von der LGO im Interview: „Mit Stäbchen müssen wir nicht essen“

Leichtathletik

Zweimal mussten Torben Junker und Manuel Sanders (LG Olympia) umsteigen, ehe sie nach insgesamt 18 Stunden auf der japanischen Insel Okinawa landeten. Alles für einen WM-Startplatz.

Dortmund

, 03.05.2019, 10:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Junker und Sanders von der LGO im Interview: „Mit Stäbchen müssen wir nicht essen“

Torben Junker weiß noch nicht, in welcher Staffel er startet. © picture alliance/dpa

Sie gehören zu den 31 deutschen Athleten, die sich dort auf die inoffiziellen Staffel-Weltmeisterschaften am 11./12. Mai in Yokohama vorbereiten. Aber bevor sie dort den Fujiama bewundern können, stand ihnen eine nicht einfache klimatische und zeitliche Umstellung sowie harte Trainingstage bevor. „Das ist kein Urlaub“, weiß Trainer Thomas Kremer, der die beiden Athleten der LG Olympia zu Hause in Dortmund betreut, sieht seine Schützlinge aber in einer viel versprechenden Position. Horst Merz sprach mit den beiden Athleten.

Wie schwierig war für Sie die Umstellung vom deutschen Frühling auf das sommerliche Wetter auf der rund 500 Kilometer südwestlich der japanischen Hauptinsel Kyushu liegenden Insel?

Junker: Es ist hier natürlich etwas vollkommen anderes als ein Trainingslager auf europäischem Boden. Die Zeitumstellung, wir sind Deutschland sieben Stunden voraus, und die besondere klimatische Situation durch die sehr hohe Luftfeuchtigkeit, war zunächst recht anstrengend.

Sanders: Auch das andere Essen war am Anfang ungewohnt und der Körper musste sich erst einmal anpassen. Nach ein paar Tagen hat sich der Körper aber daran gewöhnt, sodass der Fokus auf das Training gerichtet werden konnte.

Wie sieht die Verpflegung denn aus?

Junker: Vieles ist neu und ungewohnt, aber es gibt auf dem Büffet auch einige europäische Gerichte, sodass man immer problemlos satt wird.

Sanders: Mit Stäbchen müssen wir Gott sei Dank nicht essen, denn das Hotel stellt europäisches Essbesteck zur Verfügung.

Wie ist die Unterbringung vor Ort?

Junker: Der Deutsche Leichtathletikverband hat ein Stadthotel mit gehobener Ausstattung gebucht, das auf jeden Fall recht gut ist. Besser geht natürlich immer, aber wir sind ja nicht auf Urlaub hier.

Worauf liegt im Training der Schwerpunkt?

Sanders: In diesem Trainingslager geht es einzig und allein darum, am 11. und 12. Mai in Yokohama topfit anzutreten. Daher sind die Trainingsinhalte im Vergleich zu anderen Trainingsmaßnahmen reduzierter, aber dafür entsprechend intensiver und wettkampffokussierter.

Junker: Wie immer und überall sind Tempoläufe für einen Langsprinter die anstrengendsten Einheiten. Da weiß man am Abend, was man getan hat.

Lässt sich nach zehn Tagen schon sagen, ob Ihnen das Trainingslager etwas gebracht hat, und fühlen Sie sich gesund und topfit?

Junker: Die Tage auf Okinawa haben uns den letzten Schliff für Yokohama gegeben, sodass wir am 11. Mai in der bestmöglichen Form antreten werden.

Ist schon durchgesickert, in welcher Besetzung die 4x400-Meter-Staffel der Männer und das Mixed-Quartett antreten werden?

Junker: Nein, das wird erst vor Ort final entschieden. Thomas Kremer, der ja Bundestrainer des deutschen Sprint-Nachwuchs ist, hat aus Kollegenkreisen gehört, dass die endgültigen Staffelaufstellungen noch völlig offen sind. Aber in den kommenden Tagen müssen die Kandidaten noch zu mehreren Tempoläufen antreten, und danach werden wohl Vorentscheidungen fallen.

Wann verlassen Sie Okinawa Richtung Yokohama?

Sanders: Am 8. Mai startet unser etwa zweieinhalb-stündiger Flug nach Yokohama und zwei Tage später wird es dann ernst für uns alle. Wir freuen uns darauf.

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