Kalpakidis schwärmt von Bövinghausens Defensive: „Besser kann man es momentan kaum machen“

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Drei Spiele, ein Gegentor: Dimitrios Kalpakidis hat dem TuS Bövinghausen das Verteidigen eingeimpft und ist voll des Lobes über seine Defensive. Nur vorne drückt weiter der Schuh.

Dortmund

, 08.12.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

In der 94. Minute des Freitagabend-Derbys zwischen dem TuS Bövinghausen und dem Hombrucher SV zog Andre Witt nochmal einen Sprint an. Der Sechser, der vor der Abwehr bis dahin fast alles abgeräumt hatte, was die Hombrucher angeboten hatten, wollte diese drei Punkte unbedingt.

Witt schiebt den Ball über die Linie

Er hatte sie ja auch mit seinem Treffer in der 20. Minute eingeleitet, bei dem sich so exemplarisch zeigte, warum der TuS Bövinghausen dieses Derby gewann. Eine Ecke war es, die vom TuS schnell ausgeführt hatte und als die meisten Hombrucher noch damit beschäftigt waren, sich zu ordnen, da hatte Witt die Kugel bereits zur Führung über die Linie geschoben: „Gott sei Dank ist er gerade für uns da“, sagte Bövinghausen-Coach Dimitrios Kalpakidis hinterher, „er war bärenstark, hat alles abgeräumt, ein absoluter Matchwinner.“

Witt war es auch, der kurz nach dem 2:0 den Brasilianer Rodrigo Confettura freigespielt hatte, doch der Neuzugang scheiterte im Eins-gegen-Eins an Hombruchs bestem: Torhüter Jan Hennig: „Jan hat wieder ein richtig starkes Spiel gemacht“, sagte HSV-Trainer Sebastian Didion, der aber auch darüber hinaus zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Das Ergebnis stimmt natürlich nicht, aber wir haben wieder das Hombruch gesehen, was wir wollen: Jeder hat für jeden gekämpft. Und aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Unentschieden auch definitiv verdient gewesen.“

Gute Defensive von Bövinghausen

Dass es nicht für einen Punkt gereicht hat, lag eben auch an der guten Defensive der Bövinghauser, die in der kurzen Zeit unter Kalpakidis vor allem das Verteidigen kultiviert haben: „Ich lege Wert darauf, dass die Ketten funktionieren“, sagt Kalpakidis, der seine beiden Innenverteidiger Sven Thormann und Benjamin Teichmöller in den höchsten Tönen lobte: „Das war ein bärenstarker Auftritt von beiden.“ Die defensive Ausrichtung ist aber vor allem der Personalsituation geschuldet: „Wir spielen ja seit Wochen ohne gelernten Stürmer.“

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Das merkt man dann auch auf dem Platz: „Mit den Mitteln, die wir haben, holen wir das Optimum raus. Besser kann man es kaum noch machen. Was mir fehlt, ist aber der finale Ball, da sind wir nicht zielstrebig genug und treffen zu oft die falsche Entscheidung im letzten Drittel.“

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Dafür war eigentlich Rodrigo Confettura vorgesehen, doch dem Brasilianers gönnen sie noch ein paar Wochen Eingewöhnungszeit in Bövinghausen: „Er ist noch ein bisschen zu ungeduldig, muss sich einleben“, sagt Kalpakidis, der trotzdem froh ist, dass er so einen Könner in seinen Reihen hat, denn „wir müssen jeden Tag schwitzen, dass sich nicht noch einer verletzt.“

Juka fällt wohl erstmal aus

Womit wir bei der einzigen schlechten Nachricht des Abends aus Sicht des TuS wären: Florian Juka, in den letzten Wochen nominelle Spitze des Aufsteigers, fällt mit einer Zerrung für das letzte Saisonspiel gegen Frohlinde aus: „Ich hoffe, dass Ali Abou-Saleh dafür nächsten Samstag wieder kann“, sagt Kalpakidis. Der Angreifer hatte gegen Hombruch wegen einer Prellung auf dem Spann zunächst nur auf der Bank gesessen.

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Kalpakidis macht keinen Hehl daraus, dass er die Winterpause herbeisehnt: „Ich bin froh, wenn nächste Woche alles vorbei ist und freue mich auf die Neuzugänge, zu denen noch zwei, drei hinzustoßen sollen, wir wollen einen großen Kader haben“, sagt Kalpakidis. Für den Angriff auf Obercastrop und Kirchhörde soll dem TuS nicht wieder das Personal ausgehen.

Wer steht im Frühjahr im Tor?

Spannend wird die Frage, wer im kommenden Frühjahr das Tor hüten wird. Zwar hat TuS-Chef mit Sören Gerlach einen Torhüter aus der Westfalenliga verpflichtet, doch Pascal Königs absolvierte seine zweite Partie nach seiner langen Sperre erneut zu null: „Er hat hinten definitiv für Sicherheit gesorgt“, sagt Kalpakidis.

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Diese Sicherheit will er auch noch einmal im letzten Spiel am kommenden Samstag gegen Frohlinde sehen - mit denen die Bövinghauser nach dem 1:2 im Hinspiel ja noch eine Rechnung offen haben. Gleiches gilt auch für die Hombrucher, die am ersten Spieltag der Hinrunde gegen Kirchhörde 0:1 unterlagen - und diese Scharte zum Jahresabschluss am kommenden Sonntag sicher auswetzen wollen.

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