Kampf um Platz zwei: Hombruch empfängt OSC zum Derby

Handball-Verbandsliga

Drei Spieltage vor dem Saisonende bietet die Handball-Verbandsliga 2 noch einmal ein Highlight. Schon am Freitagabend treffen die Dortmunder Rivalen Westfalia Hombruch und der OSC Dortmund aufeinander. Borussia Höchsten reist in der Staffel 1 am Samstag zum Tabellenzweiten ASV Senden.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke und Florian Herrmann

, 28.04.2011, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Kaupen (Mitte) traf für den OSC im Hinspiel gleich sechsmal.

Julian Kaupen (Mitte) traf für den OSC im Hinspiel gleich sechsmal.

21:21 endete im Januar die Begegnung. Viele Tore fielen nicht. Kein Wunder, stellen beide Mannschaften doch die besten Abwehrreihen der gesamten Liga. Als in der letzten Sekunde Hombruchs Patrick Hoffmann zum Sieben-Meter antrat, war es plötzlich komplett still in der mit 500 Zuschauern proppevoll besetzten Halle. Dem Schützen versagten die Nerven, er traf nur das Aluminium und die Begegnung endete remis. Auch heute werden die starken Abwehrreihen über Sieg, Unentschieden und Niederlage entscheiden. Zwar kassierten die Teams die wenigsten Gegentreffer, doch interpretieren beide Trainer die Defensivarbeit unterschiedlich. Ruben vertraut der eher klassischen Variante, der 6:0-Deckung. Sein Gegenüber Thorsten Stoschek vom OSC lässt mit dem offensiveren 3:2:1-System verteidigen.

Während sie unterschiedliche Taktiken bevorzugen, sind die Trainer sich in einer Sache einig: beide wollen die Saison auf Platz zwei abschließen. Aktuell liegen die Klubs einen Punkt hinter diesem Rang. „Sowohl für uns als auch für Hombruch wäre es ein überragender Abschluss, sollten wir wirklich Zweiter werden. Auch wenn es nicht klappt, haben beide Mannschaften eine gute Runde gespielt“, sagt Stoschek. Vor dem Duell ist beim OSC noch Tim Schroeter fraglich. Hombruch muss definitiv auf Björn Panhorst verzichten.

Die Favoritenrolle in dem Spitzenspiel haben die Gastgeber, die noch um den Aufstieg kämpfen. Das meint zumindest Höchstens Trainer Carsten Hergert. Verbesserungswürdig im Vergleich zur 22:35-Hinspielniederlage sei laut Hergert vor allem die Chancenverwertung. „Zudem haben wir den Gegner in der Deckung nie in den Griff bekommen. Wir wollen uns auf jeden Fall besser verkaufen, als es im Hinspiel der Fall war.“ Dabei hat er die Hoffnung, dass die Sendener sein Team vielleicht etwas unterschätzen. Verzichten muss die Borussia auf Jan Gettys (privat). Arne Niehörster muss eventuell arbeiten. Aus den abschließenden drei Partien sollen nach Möglichkeit vier Punkte eingespielt werden. „Wenn wir in Senden damit beginnen könnten, wäre das natürlich umso schöner“, sagt Hergert.

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