Kemminghausen demonstriert Heimstärke

Fußball: Landesliga 3

Mit zehn Punkten aus sieben Spielen hat der VfL Kemminghausen im ersten Saisonviertel so manchen Kritiker überrascht. Der runderneuerten Mannschaft wurde im Vorblick auf die Saison nur von wenigen wirklich etwas zugetraut. Doch die ersten Auftritte zeigen, dass sich das Team von Trainer Thomas Faust durchaus mit den übrigen Klubs der Liga messen kann.

Dortmund

, 27.09.2016, 14:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hendrik Schürmann (Mitte) und der VfL Kemminghausen haben bisher nur am Gretelweg gepunktet.

Hendrik Schürmann (Mitte) und der VfL Kemminghausen haben bisher nur am Gretelweg gepunktet.

Nur in zwei Punkten haben die Kemminghauser noch erheblichen Verbesserungsbedarf: auswärts und in Überzahl. Denn in beiden Fällen lief es für den VfL noch nicht rund. Oder umgekehrt gesagt: Der VfL Kemminghausen hat zu Saisonbeginn seine Heimstärke demonstriert. Dem 3:3-Remis gegen Favorit BSV Schüren folgten drei Siege, mit zehn aus zwölf Punkten holte die Faust-Elf alle Zähler bislang am heimischen Gretelweg. „So richtig kann ich mir das auch noch erklären“, sagt der Trainer zur Heimbilanz.

Knappe Niederlagen

Eine chronische Auswärtsschwäche aber will er nach drei Niederlagen in der Fremde (noch) nicht erkennen. „Wir waren auswärts ja nicht unbedingt schlechter und wir wurden auch nirgendwo vom Platz geschossen.“ In der Tat mussten sich die Grün-Weißen immer nur knapp geschlagen geben. Dem unglücklichen 1:2 in Mühlhausen folgten das 2:3 in Hombruch und das 0:1 in Sodingen.

Faust betont, dass auch die Heimspiele immer hart umkämpft und knapp verliefen. Dennoch hofft er, dass möglichst bald – vielleicht schon am Sonntag in Hilbeck – der Auswärtsknoten platzt. „Sonst wird so etwas vielleicht doch mal irgendwann zur Kopfsache, wenn man nie was mitnimmt.“

Positives Zwischenfazit

Neben fremden Plätzen hat der VfL bislang zudem ein Problem mit Überzahlsituationen. Gegen Hombruch verschenkte Kemminghausen nach einem Platzverweis für den HSV noch die 2:1-Führung, auch gegen Obersprockhövel geriet der VfL am Sonntag kurzzeitig ins Schwimmen. „Das müssen wir einfach besser lösen“, erklärt Faust. Das Gesamtfazit fällt bis hierhin aber positiv aus. „Wir sind mit zehn Punkten zufrieden“, sagt der Coach. „Aber wir dürfen jetzt nicht abheben und denken, wir hätten schon Großes erreicht. Es ist in jedem Spiel voller Einsatz nötig.“ Wenn auch auswärts der Knoten platzt, kann der VfL mit dem Trend in eine ruhige mittlere Saisonphase gehen. 

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