Kramer freut sich auf fünf knüppelharte Monate

BVB-Handball

Sie ist die Dauerbrennerin schlechthin im schwarzgelben Trikot. Stella Kramer ist bei den Handballerinnen von Borussia Dortmund unumstritten die Nummer 1 auf der Rechtsaußenpositionen, verpasst kaum eine Minute. Und wenn andere mal über die immense Belastung in der 1. Bundesliga sprechen, dann sagt die 26-Jährige im Gespräch mit Gerd Strohmann: "Ich freue mich, wenn mir soviel Vertrauen geschenkt wird."

DORTMUND

, 01.01.2016, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stella Kramer debütierte in der DHB-Auswahl

Stella Kramer debütierte in der DHB-Auswahl

Hallo, Gänsebraten und Christstollen gut verdaut? Das will ich doch hoffen. Wenn sie jetzt erwarten, dass ich sage, „so etwas esse ich doch nicht“, dann muss ich Sie enttäuschen. Wenn ich im Familienkreis feier, dann gehört das dazu, ich finde das alles richtig lecker, ich habe mich schon vorher darauf gefreut.

Sie hatten wegen der EM in Dänemark auch zehn Tage Pause, hatten Sie sich auch darauf gefreut? Sie hat uns allen gut getan. Als Aufsteiger in die 1. Liga war die Belastung schon recht hoch, da ist man dann doch etwas ausgepowert. Deshalb tat die Pause sehr gut, ein paar Tage mal abzuschalten, das brauchte jeder. Und jetzt noch Weihnachten, da konnten wir Kraft tanken.

Geschont werden Sie ab sofort nicht mehr... Wir wissen sehr wohl, dass die nächsten fünf Monate es in sich haben werden. Allein der Januar wird knüppelhart. Deshalb wäre es schön, wenn wir jetzt ein paar vielleicht auch überraschende Punkte holen könnten, dann könnten wir uns ein kleines Polster schaffen und das Selbstvertrauen mitnehmen. Und wir wollen ja auch im Pokal gegen Celle weiterkommen, die Qualifikation für das Final Four wäre ein Traum.

Wie sieht denn Ihre bisherige Bilanz der Saison aus? Ich bin wirklich total zufrieden. Wir sind auf einem einstelligen Tabellenplatz, das war zunächst mal unser Ziel. Natürlich müssen wir weiter Gas geben und Punkte sammeln. Aber der Grundstein ist gelegt, wir sind auf einem unheimlich guten Weg.

Und Stella Kramer wird auf dem Weg nicht müde? Das will ich ja wohl nicht hoffen. Es ist schön, soviel Spielzeit zu bekommen. Aber ich hoffe natürlich, noch ein Stück drauflegen zu können, würde auch gern noch ein paar Törchen mehr werfen. Das Abenteuer 1. Liga läuft für den BVB bisher harmonisch und entspannt ab? Ja, die Mannschaft ist zwar teilweise neu zusammengestellt, aber die Einkäufe haben nicht nur vom Namen her einen Klang, sie passen auch vom Charakter sehr gut. Es passt menschlich, wir sind ein richtig gutes Team, ziehen uns gegenseitig mit.

Obwohl die erste Liga doch eine ganz andere Hausnummer ist? Es mag Sie überraschen: Das letzte Jahr war anstrengender. Da wollten wir unbedingt aufsteigen, hatten unglaublich viele Rückschläge mit einem unfassbaren Verletzungs-Pech, das war richtig schwer. Da hatten wir mehr Druck. Aber schon da haben wir gezeigt, wie sehr wir zusammenhalten. Jetzt sind wir der Underdog, sind nicht der Favorit, sondern der Außenseiter. Da lässt es sich befreiter aufspielen.

Lesen Sie jetzt