Kurzfristig neue Regeln: Darauf müssen Spieler und Zuschauer ab sofort am Spieltag achten

mlzFußball

Die Stadt Dortmund ist seit Donnerstag Corona-Risikogebiet, Änderungen für den Fußballbetrieb gab es zunächst nicht. Jetzt müssen die Vereine sich kurzfristig auf neue Regeln an diesem Spieltag einstellen.

Dortmund

, 18.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Dortmund ist seit Donnerstag ein Corona-Hotspot. Die Stadt hat deshalb am selben Tag eine neue Allgemeinverfügung mit verschärften Maßnahmen erlassen. Sportler mussten bisher aber nur geringe bis keine Einschränkungen hinnehmen. Das hat sich durch die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die am Samstag (17.10) in Kraft getreten ist, verändert.

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In der Allgemeinverfügung der Stadt hieß es noch für Sportveranstaltungen, dass „die zulässige Teilnehmendenzahl auf ein Fünftel der normalen Kapazität,

im Freien jedoch auf maximal 500 Teilnehmende und in geschlossenen Räumen auf maximal 250 Teilnehmende, begrenzt“ ist. Die Grenze von 500 galt für den Fußball, wenn ein gesondertes Hygienekonzept vorlag, auch vorher schon.

Am Samstagvormittag veröffentlichte der Fußballkreis Dortmund dann eine Mitteilung an seine Mitglieder, in der sie die für Risikogebiete mit einem Inzidenz-Wert von über 50 aufgestellten Regelungen aus der Corona-Schutzverordnung vom 17.10. zitiert.

Maximal 100 Zuschauer bei Fußballspielen am Sonntag

In dieser steht: „Bei Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu.“ Nach Rücksprache mit den Sport- und Freizeitbetrieben seien diese Regelungen „mit sofortiger Wirkung“ umzusetzen, teilte der Fußballkreis mit.

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Für den Fußball-Spieltag am Sonntag (18.10.) sind damit maximal 100 Zuschauende pro Spiel zulässig. Damit möchte man im Kreis offenbar kein Risiko eingehen. Möglich sei, dass die vorhandenen Konzepte eine Erweiterung der Zuschauerzahl auf über 100 bereits abdecken, schreibt der Kreis in seiner Mitteilung. Das müsse noch geklärt werden, sei aber erst zu Beginn der kommenden Woche möglich.

Die Vereine müssen deshalb schnell reagieren. Der Brackeler Fußballverein Dortmunder Löwen hat seine Mitglieder am Samstag über diverse Whatsapp-Gruppen informiert. Diese müssen sich in einem Online-Formular eintragen, wenn sie das Spiel sehen wollen.

Am Sonntagmorgen bekommen die 100 Personen, die zuerst reserviert haben, eine Bestätigung, dass sie zusehen können. Wer eine Absage bekommt oder spontan vorbeisehen möchte, wird gebeten nicht vorbeizukommen.

„Nichts wäre schlimmer als ein Lockdown“

„Wir setzen die Regularien natürlich um“, sagt der Vorsitzende der Dortmunder Löwen, Mike Kollenda, mit Blick auf die Beschränkung auf 100 Teilnehmer. „Wir sind froh, dass es überhaupt irgendwie geht. Nichts wäre schlimmer als ein Lockdown. Im Notfall spielen wir irgendwann auch ganz ohne Zuschauer, auch wenn es dann natürlich mit den Einnahmen sehr, sehr schwierig wäre.“

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Falls es irgendwann keinen Wettbewerb mehr geben sollte, sondern nur noch Training sei das auch besser als nichts, sagt Kollenda. „Hauptsache unsere Kids und die erwachsenen Spieler können sich an der freien Luft bewegen und Sport treiben.“ Man nehme die Situation, wie sie komme und vertraue auf die zuständigen Personen, dass sie die richtigen Maßnahmen ergreifen, sagt Mike Kollenda, der froh ist, Zuschauer hereinlassen zu können.

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