Lauf-Talent, großer Eis-Meister und Tormaschine

Dortmunds Sportlerwahl

Die Wahl zu „Dortmunds Sportler des Jahres 2020“ biegt auf die Zielgerade. Die Abstimmung der 16. Auflage läuft noch bis zum 10. Januar 2021. Hier kommen die drei nominierten Nachwuchssportler.

Dortmund

, 02.01.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tor-Maschine auf zwei Beinen: der 16-jährige Borusse Youssoufa Moukoko

Tor-Maschine auf zwei Beinen: der 16-jährige Borusse Youssoufa Moukoko © Groeger

Youssoufa Moukoko (Fußballer): Wo Youssoufa Moukoko auf dem Fußball-Feld auftaucht, fallen Tore, viele Tore. Und immer ist der Stürmer von Borussia Dortmund der Jüngste. Seit dem 21. November einen Tag nach seinem 16. Geburtstag, ist der Schwarzgelbe der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte. Nach dem Acht-Minuten-Debüt bei Hertha BSC hätte der damalige BVB-Trainer Lucien Favre seinen Rekord-Junioren am liebsten gleich wieder ein bisschen in Watte gepackt. „Da müssen wir aufpassen. Niemand hat ihn gesehen, niemand kennt ihn und alle sagen, er wird sooo“, sagte der BVB-Coach. Inzwischen ist Youssoufa auch jünger Bundesliga-Torschütze.

Moukoko, geboren in Kamerun, seit 2016 in Dortmund, wurde als 15-Jähriger mit 34 Toren in 20 Einsätzen in der U19-Bundesliga weit vor dem Zweiten (13 Treffer) Torschützenkönig.

Anna Malia Hense (16) ist auf der schnellen Stadionrunde zu Hause.

Anna Malia Hense (16) ist auf der schnellen Stadionrunde zu Hause. © Müller


Anna Malia Hense (Leichtathletin): Die Leichtathletik-Gene wurden Anna Malia Hense durch Eltern und Großeltern reichlich in die Wiege gelegt. Die hoffnungsvolle Langsprinterin der LG Olympia, die bereits während der Hallensaison 2018/2019 von Erfolg zu Erfolg eilte, startete nach einer längeren Verletzungspause in 2019 mit Trainer Thomas Kremer in diesem Jahr richtig durch, wurde als Jungjahrgang Deutsche U18-Meisterin über die gnadenlosen 400 Meter.

In Europas Bestenliste

In der europäischen Bestenliste belegt die 16-jährige Rang drei, in ihrem Jahrgang ist sie sogar die Schnellste des Kontinents. Vor wichtigen Wettkämpfen achtet Anna Hense darauf, dass sie ausgeschlafen antritt und in den Tagen vorher genug trinkt: „Nervös bin ich am Wettkampftag nicht. Ich verspüre lediglich beim Warmlaufen eine leichte Anspannung.“

Denis Gurdzhi ist nicht nur zweifacher Junioren-Meister, er siegte jetzt auch in der deutschen Meisterklasse.

Denis Gurdzhi ist nicht nur zweifacher Junioren-Meister, er siegte jetzt auch in der deutschen Meisterklasse. © Hoeppner

Denis Gurdzhi (Eiskunstläufer): Eine Eintagesfliege ist Denis Gurzhi wahrlich nicht. Seinem ersten deutschen Junioren-Meistertitel im Eiskunstlauf 2019 ließ der Dortmunder 2020 gleich den nächsten folgen und geradde im Dezember – zur allgemeinen Überraschung – den Titel „bei den Großen“ in der Meisterklasse. Damit bestätigte Denis seine starke Entwicklung. Der 17-Jährige, der auf der NRW-Sportschule Goethe-Gymnasium in Hörde gute Bedingungen findet, hat sich große Ziele gesetzt: nichts geringeres als Winter-Olympia 2022 in Peking.

Sechs Mal wöchentlich Training

Dafür trainiert der Läufer des TSC Eintracht, der mit zwei Jahren erstmals auf Schlittschuhen stand, mit Trainerin Julia Gnilozubova sechs Mal in der Woche im Leistungszentrum an der Strobelallee. Einen „Plan B“ hat Denis nicht („Ich will laufen bis mindestens zum 30. Lebensjahr“), sein Leben ist Eiskunstlaufen, sein großes Vorbild der russische Olympiasieger Evgeny Pluschenko.

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