Spielt Kevin Großkreutz noch einmal mit seinem Cousin? Ein Klub zweifelt daran

mlzFußball

Mit der Ankündigung, nach der Profikarriere bei einem Dortmunder Amateurklub an den Start zu gehen, hat Kevin Großkreutz viele Spekulationen befeuert. Auch der Name des Klubs, in dem sein Cousin spielt, fiel.

Dortmund

, 17.11.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die beiden Cousins Marcel und Kevin Großkreutz wäre es eine Premiere. Denn bis auf gemeinsame Fußballzeiten im Minikicker-Alter haben die beiden noch nie in einer Mannschaft zusammengespielt. „Naja, und damals war Kevin auch noch der, der eher mit der Asche als mit dem Ball gespielt hat“, erinnert sich Marcel. Kein Wunder allerdings, immerhin ist Kevin fast drei Jahre jünger als der Vetter.

Beide ließen die Asche irgendwann hinter sich. Der Ältere von beiden schaffte es mit der 2. Mannschaft von Borussia Dortmund bis in die 3. Liga, für den jüngeren Kevin ging es bekanntlich noch gehöriges Stück höher hinaus.

Jetzt, im gereiften Fußballeralter könnten die beiden tatsächlich noch Spieler einer Mannschaft werden. Denn es ziehe ihn in näherer Zukunft zu einem Dortmunder Amateurklub, verriet Kevin Großkreutz im neuen RN-Format „Meine Dortmunder Traum11“. Der ASC 09, der TuS Bövinghausen oder der FC Brünninghausen, diese Vereine könnten ihn schon reizen, ließ er wissen. Und bei Brünninghausen spielt auch Cousin Marcel.

Jetzt lesen

„Das wäre natürlich schon cool, wenn wir beide es im gesetzten Fußballeralter doch nochmal in eine Mannschaft schaffen würden“, sagt Marcel. „Zumal ich selbst mit mittlerweile 35 wahrscheinlich auch nicht mehr so lange dabei sein werde. Aber ich wollte auch nicht mit der letzten abgebrochenen Saison einfach aufhören. Wollte mit dem Wechsel zu Brünninghausen noch ein Jahr dranhängen. Alles fing gut, aber dann hab ich mir gleich im ersten Spiel das Wadenbein gebrochen. Ich war gerade wieder gut im Training, da kam die nächste Unterbrechung.“

Jetzt lesen

Kurzum, wenn es mit den beiden Cousins in einer Mannschaft noch was werden soll, darf Kevin Großkreutz nicht zu lange warten. Dass es allerdings überhaupt der FC Brünninghausen werden könnte, daran hat der Sportliche Leiter Thomas Behlke seine Zweifel: „Es hat mich jetzt nicht völlig überrascht, dass Kevin auf Brünninghausen kommt. Schließlich ist Marcel hier, und unseren Trainer Rafik Halim kennt er auch sehr gut. Aber letztlich gilt auch für uns das, was bereits der ASC 09 mitgeteilt hat, dass so eine Personalie wirtschaftlich einfach nicht zu machen ist – und noch weniger in der jetzigen Zeit.“

Jetzt lesen

Aber egal wie es ausgeht, egal bei welchem Amateurverein Kevin Großkreutz letztlich landet, „die Mannschaft wird auf jeden Fall von seinem Können und seiner Erfahrung profitieren“, ist sich Marcel Großkreutz sicher. „Aber klar sein muss auch, so ein Wechsel ist kein Selbstläufer. Das hab ich selbst gemerkt“, sagt er. „Auch wenn du schon richtig hoch gespielt hast, darfst du nicht denken, dass das in einer Oberliga- oder Westfalenliga-Mannschaft einfach so durchläuft. Wenn die anderen Jungs merken, dass du nur larifari spielst und nicht 100 Prozent gibst, wird es schwierig – auch wenn du taktisch und läuferisch top bist.“

Jetzt lesen

Und noch etwas erwarten Marcel Großkreutz und Thomas Behlke gleichermaßen: „Die Trainer und die anderen Mannschaften werden erstmal fixiert sein auf ihn. Er muss sich darauf einstellen, dass manche Gegner den Plan verfolgen werden: Klopp ihn zwei oder drei Mal um, dann hat er keinen Bock mehr. Dass er was auf die Socken kriegen wird, darauf muss er sich auf jeden Fall einstellen.“

Lesen Sie jetzt