Marko Schott kündigt Konsequenzen in Wickede an

Fußball. Westfalenliga 2

0:1 in Kirchhörde, 1:4 daheim gegen Olpe: Nach einem ordentlichem Saisonstart zeigt die Formkurve bei Westfalia Wickede derzeit eindeutig nach unten. Um einen weiteren Absturz in der Tabelle zu verhindern, wollen die Verantwortlichen jetzt konkrete Maßnahmen ergreifen.

von Udo Stark

DORTMUND

, 20.09.2016, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marko Schott ist mit seinem Team derzeit nicht zufrieden.

Marko Schott ist mit seinem Team derzeit nicht zufrieden.

In selten erlebter Deutlichkeit prangerte Marko Schott Missstände und Fehlverhalten in seinem Team an: „Es gibt ein klares Einstellungsproblem“, stellte der Trainer fest, „was Betreuung und Rahmenbedingungen betrifft, befinden sich die Spieler bei uns in der Wohlfühlphase. Der Verein kümmert sich um alles, aber die Jungs vergessen, am Sonntag ihre Leistung abzurufen.“ Anspruch und Wirklichkeit, so Schott weiter, klafften derzeit in Wickede weit auseinander: „Ganze fünf Punkte haben wir bislang auf dem Konto, dabei hätten es vom Potenzial her 15 sein müssen. Da muss sich doch die gesamte Mannschaft die Frage stellen: Wie ist das möglich und was ist da los?“

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Die Zeit drängt - daher werden Trainer und Vorstand in dieser Woche über entsprechende Konsequenzen beraten. „Was genau passiert, werden die nächsten Tage zeigen“, sagt Schott, „aber wir werden definitiv reagieren.“ Auch er selbst habe sich hinterfragt. „Vielleicht“, so Schott, „war ich manchmal auch etwas zu lieb und nett.“ Seinen Rücktritt aber schließe er aus, stattdessen gibt er sich kämpferisch: „Aufgeben gilt nicht. Ich bin nicht der Typ, der die Segel streicht.“

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Dass der Mannschaft ein klassischer Stürmer fehlt, sei nicht wegzudiskutieren, aber nicht der Hauptgrund für das bislang dürftige Abschneiden. Auch da setzt Schott das Team unter Druck: „Trotzdem haben wir zwölf Spieler im Kader, die offensiv denken. Es ist höchste Zeit, dass einige von ihnen mehr Verantwortung übernehmen.“ 

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