Mehrheit der Klubs findet: So soll die Saison in der Oberliga Westfalen aussehen

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Mammutprogramm mit 40 Spielen, Teilung der Liga in zwei Gruppen oder Hinrunde mit anschließender Auf- bzw. Abstiegsrunde? Die Klubs der Oberliga Westfalen haben eine relativ klare Meinung.

Dortmund

, 22.07.2020, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Szenarien wurden für den Ablauf der kommenden Saison in der Oberliga Westfalen entworfen. Nun wurde auf einer Videokonferenz, an der Vertreter der 21 Vereine - darunter auch ASC 09 Dortmund, TuS Haltern, Spielvereinigung Vreden und der SV Schermbeck - sowie der Staffelleiter Reinhold Spohn teilnahmen, das weitere Vorgehen besprochen. Die Klubs sprachen sich in der zweistündigen Konferenz, in der heiß diskutiert wurde, mehrheitlich für eine bestimmte Lösung aus.

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Szenario 1: Die insgesamt 21 Teams spielen eine normale, dafür aber aus allen Nähten platzende Saison mit Hin- und Rückrunde. Das würde insgesamt 40 Spiele und etliche Englische Wochen für jeden Klub bedeuten. In einer Saison, die ohnehin schon verspätet startet, eine riesige Herausforderung.

Szenario 2: Die Liga wird zweigeteilt, in eine Nord- und eine Südstaffel. Am Ende der Saison würden dann durch Playoff-Spiele Auf- und Absteiger ermittelt. Das würde eine klare Entlastung für die Spieler bergen, aber auch das Risiko, dass die Qualitätsunterschiede zwischen den beiden Gruppen zu groß sind. Am Ende könnte dann eine Mannschaft in der Aufstiegsrunde stehen, die sich in der Parallelgruppe nicht für die Meisterrunde qualifiziert hätte.

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Szenario 3: Um das zu vermeiden, hat der ASC 09 Dortmund eine weitere Option ins Spiel gebracht: Die Hinrunde wird normal durchgezogen, anschließend spielen die Teams aus der oberen Hälfte um den Aufstieg, die aus der unteren um den Abstieg. Das Szenario hätte den Vorteil, dass die Teams auf maximal 30 Saisonspiele kommen. Ein zweiter Vorteil: Jeder würde einmal gegen Jeden spielen. So kommen gerechte Meister- und Abstiegsrunden zustande.


Klubs bevorzugen eingleisige Liga

Bei der Videokonferenz sprach sich eine deutliche Mehrheit gegen eine Trennung der Liga aus. „14 Klubs wollen auf jeden Fall eingleisig bleiben, die übrigen sieben waren für eine Unterteilung in Nord und Süd“, berichtet Michael Linke, der als Vorsitzender des ASC an der Konferenz teilgenommen hat.

Damit spricht vieles gegen das vermeintlich ungerechteste Szenario mit einer Teilung der Liga in zwei Gruppen. Zur Auswahl bleiben somit noch die gewöhnliche Saison mit Hin- und Rückrunde sowie das vom ASC vorgeschlagene Modell.

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Der endgültige Beschluss darüber wird nun am 31. Juli verkündet. „Bis dahin darf jeder Verein nochmals eine Stimme für das von ihm bevorzugte Modell beim Verband abgeben“, erklärt Linke, „und dann wird nach der Mehrheit entschieden.“ Nächste Woche Freitag also wissen die 21 Mannschaften der Oberliga endlich, auf was sie sich in dieser Ausnahme-Saison einstellen müssen.

Linke ist guter Hoffnung, dass sich sein Modell durchsetzen wird: „Auch wenn einige Vereine die Option mit vierzig Spielen befürwortet haben, glaube ich, dass es am Ende auf eine eingleisige Hinrunde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde hinauslaufen wird.“

Zwei Stunden wurde diskutiert. Am Ende wurde zumindest ein Szenario ausgeschlossen, sehr zur Freude des ASC. „Ich bin erstmal froh, dass dieses zweigleisige Modell vom Tisch ist“, sagt Linke. Nun warten die 21 Vereine auf den 31. Juli und die finale Entscheidung - es bleibt spannend.

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