BVB präsentiert sich meisterlich: Eine Ex-Spielerin mahnt dennoch

Handball-Bundesliga

Die Handballerinnen von Borussia präsentieren sich in dieser Bundesliga-Saison bislang meisterlich. Dennoch mahnt eine Ex-Spielerin, die auch im Trainerstab des BVB ist.

Dortmund

, 31.12.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kommen aus dem Jubeln nicht heraus: Die Spielerinnen von Borussia Dortmund.

Kommen aus dem Jubeln nicht heraus: Die Spielerinnen von Borussia Dortmund. © Ludewig

Neun Spiele, neun Siege, neun Mal wirklich grandios. Das Erste sehr, sehr große i-Tüpfelchen setzten die Handballerinnen von Borussia Dortmund nun am Sonntag.

Ein Statement-Erfolg

Der 38:32-Sieg im Topspiel gegen den bis dahin ärgsten Verfolger Bietigheim war ein Statement-Erfolg des Tabellenführers der Handball-Bundesliga, der einer sportlich eindeutigen Ansage an die Konkurrenz gleichkommt.

Eine, die diese Situation einzuschätzen weiß, ist Clara Woltering. Die 36-Jährige ist seit dieser Spielzeit die Torwarttrainerin der Dortmunder. „Wir haben noch nicht mal die Hinrunde vorbei“, setzt Woltering an, „es sieht sehr, sehr gut aus. Trotzdem gilt, es ist alles schön, wir müssen den Ball flach halten und weiter konzentriert arbeiten.“

Woltering weiß, wovon sie spricht. Sie versprüht die Erfahrung beim BVB, ist seit 2015 wieder in Dortmund aktiv, hat davor reihenweise Titel gewonnen. Unter anderem die Champions League, den deutschen Pokal und gleich doppelt die Auszeichnung als Handballerin des Jahres (2009 und 2017).

„Wir sind eine Mannschaft, die ihr Standing nun hat, sich bei jedem Spiel aufs neue beweisen muss“, weiß die ehemalige deutsche Nationaltorhüterin. Dazu beigetragen haben auch die Neuzugänge: „Wir haben schon eine enorme Qualität bekommen - vor allem vorne im Angriff.“

Clara Woltering beendete im Sommer 2019 ihre Karriere und ist nun Torwarttrainerin des BVB.

Clara Woltering beendete im Sommer 2019 ihre Karriere und ist nun Torwarttrainerin des BVB. © Peter Ludewig

Sie erzählt, dass der BVB in den vergangenen Jahren oftmals zuerst auf die Defensive geblickt hat, nun steht das Attackieren und Tore erzielen im Vordergrund. Dazu hat auch André Fuhr seinen Teil zu beigetragen.

Der Trainer des BVB sah vor der Saison ein „riesiges Potenzial“ beim BVB und war „heiß auf Titel“.

„Der richtige Zeitpunkt“

Auch Woltering würde sich über den Titel freuen, auch wenn sie jetzt an der Seite steht und nicht auf dem Parkett. „Natürlich ist es schön, wenn man da ganz oben steht“, betont sie.

„Für mich war es aber der richtige Zeitpunkt“, sagt sie über das Karriereende als Spielerin im vergangenen Sommer. Denn eines bleibt für sie trotzdem: „Handball ist meine Passion, meine Leidenschaft!“

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