Mirza Basic erklärt sein Formtief: Ich bin nicht der Typ, der drei Mal die Woche laufen geht

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Mirza Basic kam mit großen Ankündigungen zurück nach Brackel. Basic bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück - dafür gibt es Gründe. Beim Gegner Hombruch herrschte derweil viel Frust unter der Woche.

Dortmund

, 16.11.2019, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mirza Basic hatte sich viel vorgenommen, als er den Weg zurück zum SV Brackel ging. Der Stürmer hatte den Klub nach dem Westfalenliga-Abstieg vor anderthalb Jahren verlassen und war zum Lüner SV gewechselt. Dort bekam der Offensivspieler aber wenig Spielanteile, schaffte es kaum, sich in die erste Elf zu spielen und kehrte im Sommer zurück nach Brackel. Seine Forderung an sich selbst: „Ich bin bereit für eine Führungsrolle.“

Unterschiedliche Gründe für die schwache Form von Basic

Diese füllt der 29-Jährige aber bislang noch nicht aus. Basic spielt erneut selten von Anfang an, wurde zu Beginn der Saison durch Verletzungen zurückgeworfen und kommt bislang erst auf zwei Saisontore.

Zum Vergleich: In der Abstiegssaison schoss Basic 21 Tore – eine Liga höher. „Ich hatte zu hohe Erwartungen an mich selbst“, gibt der Offensivmann zu. Basic kam mit wenig Spielpraxis aus Lünen, fehlte dann wegen einer Verletzung und seines Urlaubs.

Basic will wieder fit werden - aber auf anderem Weg

Das hat auch sein Trainer Giovanni Schiattarella gemerkt: „Mirza hat ein Jahr nicht gespielt, Rhythmus und Physis fehlen dadurch. Er musste sich erst wieder ranarbeiten.“

Stück für Stück tut das Basic, wie er selbst erklärt: „Ich will wieder fit werden und zu alter Form finden – spätestens bis zur Rückrunde.“ In Topform würde er sich am liebsten aber schon zu den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften im Winter befinden. Ein Grund, warum es momentan an der Fitness hapert: „Ich bin 29 und nicht mehr der Typ, der drei Mal die Woche laufen geht. Mit 24 hätte ich das noch gemacht. Jetzt lege ich andere Prioritäten.“

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Er will auf dem Platz in Erscheinung treten, seine Fitness und Form wiedererlangen. Sein Wunsch: Im offensiven Mittelfeld spielen. „Ich bin jemand, der 90 Minuten lang den Ball haben will. Wenn ich vorne im Sturm bin und nur wenige Ballkontakte habe, werde ich unglücklich. Das merken dann meine Mitspieler“, erklärt er. Dabei sollen diese Aussagen von ihm, „keine Kritik am Trainer sein. Wenn der Trainer was verlangt, versuche ich das umzusetzen.“

Das würde Basic am liebsten schon am Sonntag gegen den Hombrucher SV (15 Uhr, Oesterstraße 66, Dortmund) tun. Er erwartet dort einen „harten Kampf, so wie in einem Pokalspiel.“ Mit ähnlichen Erwartungen geht auch HSV-Coach Alexander Enke in die Partie: „In Anbetracht der Tabellensituation kann man kein spielerisches Feuerwerk erwarten.“ Hombruch steht auf Rang sechs (20 Punkte), Brackel auf Platz zehn (18 Punkte).

Hombruch möchte Wiedergutmachung betreiben

Nach der Niederlage in der Vorwoche gegen Wattenscheid, hat Enke aber gespürt, dass seine Spieler Wiedergutmachung betreiben wollen. „Die Jungs haben schon gemerkt, dass es keine gute Leistung war. Die Intensität war nun ziemlich hoch. Es war eine Menge Frust dabei“, beschreibt er die Trainingseinheiten dieser Woche.

Beim HSV fallen Thierno Barry, Marco Watermann und Robin Martins aus. Der SV Brackel hingegen muss auf eine wichtige Stütze in der Defensive verzichten: Kapitän Niklas Rybarczyk ist privat verhindert und verpasst das Derby dadurch.

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An der Seitenlinie freut sich Schiattarella indes auf das Treffen mit Alexander Enke. Die beiden verbindet eine Freundschaft. Unter der Woche haben sie auch schon mehrmals miteinander gesprochen – nur nicht über das Spiel.

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