Misstöne in Wickede: Schott und Bath hören auf

Fußball: Westfalenliga 2

Premiere im Wickeder Pappelstadion. Mit dem verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg über den DSC Wanne-Eickel feierte die Westfalia erstmals in dieser Saison zwei Siege in Serie und verschaffte sich damit deutlich mehr Luft zur Abstiegszone. Doch hinter den Kulissen brodelt es.

von Udo Stark

DORTMUND

, 06.11.2016, 18:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verlässt seinen Stammverein nach elf Trainerjahren am Ende dieser Saison: Marko Schott.

Verlässt seinen Stammverein nach elf Trainerjahren am Ende dieser Saison: Marko Schott.

Unmittelbar nach Spielschluss verkündete der Sportliche Leiter Andreas Bath seinen Ausstieg zum Saisonende, mit ihm werden auch Trainer Marko Schott und dessen Assistent Andreas Teichmann in der kommenden Spielzeit nicht mehr in Wickede tätig sein.

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Interne Gründe hätten laut Bath den Ausschlag für diesen Schritt gegeben, über den auch die Mannschaft erst nach der gestrigen Partie informiert worden war. Einzelheiten wollte er zunächst nicht nennen, ließ aber durchblicken, dass es sich um Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstand handelte. Bath: „Es wurde eine Entscheidung getroffen, in die wir nicht involviert waren und die wir auch nicht mittragen werden.“

Mehrfach Spekulationen

Vorsitzender Horst Linke brachte Licht ins Dunkel. Thema war demnach die Trainerfrage für die kommende Spielzeit. „Nur vorsorglich“, so Linke gegenüber dieser Redaktion, „habe ich Kontakte geknüpft, um für den Fall gewappnet zu sein, dass Marko Schott am Saisonende aufhört. Darüber hatte es zuletzt mehrfach Spekulationen gegeben, ohne dass er sich uns gegenüber zu seiner Zukunft klar geäußert hätte.“ Daher habe er sich dazu verpflichtet gefühlt, frühzeitig andere Möglichkeiten auszuloten: „Es geht ja darum, sich rechtzeitig Gedanken zu machen, schließlich wollen wir auch in der nächsten Saison Westfalenliga-Fußball anbieten und müssen deshalb möglichst frühzeitig die Planungen einleiten.“ So werde es auch die Aufgabe des künftigen Trainers sein, sich das neue Team nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Die Entscheidung, betont Linke, sei allerdings noch nicht gefallen. Es gebe zwar einen heißen Kandidaten, aber mit der Verkündung der Personalie wollen die Wickeder bis zur Winterpause warten.

Marko Schott wird sich damit nach elf Trainerjahren bei seinem Stammverein verabschieden, in der vierten Saison ist Andreas Bath schon im Pappelstadion tätig. „Ich weiß um die Verdienste der Beiden und auch, was speziell Marko Schott in dieser langen Zeit bei uns geleistet hat“, sagt Linke, „aber ich muss die Entscheidung so akzeptieren.“

Schröder trifft doppelt

Auf dem Platz demonstrierte die Westfalia derweil große Einigkeit. Stabil in der Defensive, kreativ bei eigenem Ballbesitz, brandgefährlich in der Offensive – so präsentierten sich die Wickeder über weite Strecken. Dazu nutzten sie in den entscheidenden Phasen ihre Torchancen konsequent. Erst drosch Andy Toetz einen von DSC-Keeper Zulechner an Nils Dietz verursachten Foulelfmeter ins obere rechte Eck (11.), dann schnürte Michael Schröder einen Doppelpack, als er zunächst nach einem starken Konter glänzend von Marco Dej bedient worden war und nur sechs Minuten später spektakulär per 25 m-Freistoß vollstreckte (52., 58.). Nach einer knappen Stunde war alles gelaufen. Die Gäste schafften es nicht mehr, die von Marcel Großkreutz prima organisierte Westfalia-Abwehr in die Bredouille zu bringen.

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