Spielabbruch des SC Osmanlispor in Westhofen: So hat die Spruchkammer entschieden

mlzFußball-Kreisliga A

Nur acht Tage, nachdem die Partie der Kreisliga A zwischen dem VfB Westhofen und dem SC Osmanlispor abgebrochen worden war, wurde der Fall am Montagabend vor dem Sportgericht verhandelt.

Dortmund

, 28.10.2019, 22:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Team des SC Osmanlispor hatte am 20. Oktober kurz vor der Halbzeit beim Stand von 1:0 für Westhofen geschlossen das Feld verlassen, weil man sich von Schiedsrichter Hartmut Tiemens benachteiligt fühlte. Der Unparteiische brach daraufhin die Partie ab.

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Vorausgegangen war aus Sicht von Osmanlispor-Trainer Hüseyin Asan allerdings ein Formfehler des Schiedsrichters, als er dem Westfhofener Nicola Frustace nach einer halben Stunde beim Stand von 1:0 für Westhofen die Gelb-Rote Karte zeigte und sie nach Protesten des Gastgeber mit dem Hinweis, er habe Rückennummern verwechselt, wieder zurücknahm.

„Unsere Spieler haben protestiert und dann wirklich eine Karte nach der anderen gesehen“, berichtete Asan nach dem Spiel. Er habe dann sein Team vom Platz genommen. Ein Akt der Schadensbegrenzung, wie er sagt.

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Das Urteil der Spruchkammer des Fußballkreises Dortmund fiel so aus, wie es sich die Verantwortlichen des SC Osmanlispor gerade nicht erhofft hatten: Die Westhofener erhalten die drei Punkte aus dem A-Liga-Spiel gegen den SC Osmanlispor Dortmund am „grünen Tisch“. Dieses Urteil fällte das Sportgericht auf seiner Sitzung am Montagabend.

Schadensbegrenzung

„Dass es uns um Schadenbegrenzung ging, das hat das Sportgericht auch anerkannt“, sagte Asan am Montagabend nach der Entscheidung. Einen Fehler des Schiedsrichters bei der Rücknahme der gelb-roten Karte hatte die Kammer jedoch nicht festgestellt.

Allerdings geht Asan davon aus, dass Schiedsrichter Tiemens in Zukunft keine Partien mehr von Osmanlispor pfeifen wird. „Das wollen wir nicht. Und das haben wir auch klar gemacht.“

Ausdrücklich lobte Asan am Montagabend das Verhalten der Westhofener Spieler und des Vereins. „Die haben sich auf dem Platz komplett fair verhalten.“

Präsident erleichtert

Westhofens Präsident Jürgen Rump war nach der Verhandlung am Montagabend erleichtert, hatte aber auch kein anderes Urteil erwartet. Vor allem durch das Hinzuziehen der Aufzeichnung der Partie durch Soccerwatch.tv sei die Osmanlispor-Argumentation nicht mehr zu halten gewesen, so Rump.

Mit den drei Punkten rücken die Westhofener in der Tabelle vom vorletzten Platz auf den drittletzten Rang vor. Die Mannschaft, die sie dabei überholen: der SC Osmanlispor.

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