Nach drei Niederlagen in Serie - Brackel 06-Trainer Giovanni Schiattarella nennt die Gründe

Fußball-Landesliga

Der SV Brackel 06 hat eine starke Vorbereitung gespielt und vier Punkte aus den ersten beiden Saisonspielen geholt. Doch seitdem hakt es. Trainer Giovanni Schiattarella nennt Gründe - und Lösungen.

Dortmund

, 21.09.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach drei Niederlagen in Serie - Brackel 06-Trainer Giovanni Schiattarella nennt die Gründe

Trainer Giovanni Schiattarella macht mehrere Aspekte für die Niederlagen in den letzten drei Partien verantwortlich. © Nils Foltynowicz

Einen besseren Saisonstart als vor einem Jahr wollte der SV Brackel 06 in dieser Spielzeit schaffen; seinerzeit hatte der SVB nur einen Zähler aus den ersten drei Partien geholt. Nach einer starken Vorbereitung und vier Punkten aus den ersten beiden Spielen (2:2 bei DJK Wattenscheid und 3:2-Heimsieg gegen Westfalia Langenbochum) gab es zuletzt allerdings drei Niederlagen. Fünf Partien, vier Punkte, fast doppelt so viele Gegentore (15) wie selbst erzielte Treffer (acht) – und am Sonntag kommt ausgerechnet der Ligadritte Wacker Obercastrop zum Sportplatz am Hallenbad (15 Uhr, Oesterstr.66).

Trainer sieht mehrere Gründe

Doch woran hapert das Punktesammeln bei den Brackelern? Trainer Giovanni Schiattarella macht mehrere Gründe für die verganenen drei Niederlagen verantwortlich. „Die erste Sache ist, dass sich nach den ersten beiden Spielen die Selbstzufriedenheit eingeschlichen hat, dass die Spieler trotz Warnung in der Liga ein bisschen weniger gemacht haben, vielleicht auch unbewusst“, sagt der Coach. „Und ein bisschen war es auch das Startprogramm an sich. Wenn man den Start auf fünf Spiele festmacht, würde ich sagen, das Programm war nicht gerade einfach.“

Niederlagen gegen Liga-Topklubs

Tatsache: 1:5 beim Ligazweiten TuS Bövinghausen, 2:3 nach 2:0-Führung beim ungeschlagenen Tabellenführer Kirchhörder SC, ehe am vergangenen Wochenende das enttäuschende 0:3 beim SV Wanne folgte. Auch das junge Durchschnittsalter seines Teams ist für Schiattarella einer der Gründe. „Da ist es so, dass man im Laufe einer Saison Höhen und Tiefen in der eigenen Leistung hat, auch die Spieler an sich in den Leistungen ein bisschen unkonstant sind. Und das reicht in dieser Liga schon, um nach fünf Spieltagen nur vier Punkte zu haben.“

„Viele Überraschungen“

Brackels Coach hat Vertrauen in seine Mannschaft. Er glaubt daran, dass sein Team wieder an die starken Auftritte der Vorbereitung anknüpfen kann. Dafür rücken Trainer und Mannschaft schon früh in der Saison noch enger zusammen. „Was wir machen, ist, die Spieler immer wieder zu sensibilisieren, dass diese Liga von Woche zu Woche viele Überraschungen mit sich bringt und sehr viel von der Tagesform abhängig ist. Letztendlich wissen wir, dass immer wieder solche Rückschläge kommen werden. Im Moment wird viel gesprochen, damit wir uns an die guten Dinge erinnern.“

Keine wiederkehrende Schwachstelle

Was Schiattarella ebenfalls Zuversicht gibt: Er hat keine sich wiederholende Schwachstelle in der Spielweise seines Teams als Problem ausgemacht. „An einem bestimmten Element kann man das derzeit nicht festmachen.“ Und: der Einsatz der Mannschaft stimmt. „Die Trainingsbeteiligung ist gut, wir waren diese Woche mehr als 20 Leute beim Training. Die Bereitschaft da. Zuversicht gibt mir auch, dass die Jungs sich schon von einer ganz anderen Seite gezeigt haben, und ich bin guter Dinge, dass unsere Herangehensweise Sonntag schon wieder eine ganz andere ist.“

„Die Ruhe bewahren“

Dann wollen die Brackeler gegen die starken Obercastroper (Schiattarella: „Nach Kirchhörde und Bövinghausen ist das die dritte Mannschaft, die ich zu meinen Titelfavoriten gezählt habe“) vor heimischem Publikum zeigen, welchen Fußball sie spielen können. „Wir wissen, was wir investieren müssen, um da zu bestehen“, versichert der Coach. „Letztlich müssen wir als Mannschaft eine gewisse Leidenschaft und einen anderen Enthusiasmus an den Tag legen. Wir müssen kompakter verteidigen und nach vorne hin trotzdem die Ruhe bewahren und nicht zu überhastet sein.“

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