Nach FLVW-Entscheidung: Wie geht es für die Amateurfußballer jetzt weiter?

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Nach der Entscheidung, die Saison abzubrechen, sind viele Fragen der Amateurfußballer endlich geklärt. Andere, wie Fragen zum Saisonbeginn, bleiben offen. Wir haben beim FLVW nachgefragt.

Dortmund

, 16.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison 2019/2020 im Amateurfußball ist Geschichte - zumindest unter Vorbehalt. Auf dem Verbandstag des Fußball und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) haben die stimmberechtigten Delegierten dem Saisonabbruch und der Aufstiegsempfehlung zugestimmt. Bis zum 19. Juni haben die Vereine jetzt Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Aber wie geht es danach weiter?

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Eine Woche nach der Einspruchsfrist, am 26. Juni, will der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) bekannt geben, „bis wann die Vereine einen Aufstiegsverzicht erklären und bis wann Vereine ihre Mannschaften ggfls. noch zurückziehen können“, heißt es in einer Pressemitteilung des FLVW.

Der eigentliche, schon vor der Saison festgelegte Termin für die Meldefrist war der 15. Juli. Das muss aber nicht unbedingt das Datum sein, dass der FLVW am 26. Juni bekannt gibt. „Wir können diesen Termin auch noch nach hinten verschieben“, erklärt Meike Ebbert, Pressesprecherin beim FLVW. Das sei laut Ebbert sogar wahrscheinlich.

Rahmenterminkalender sieht Saisonstart im August vor

Sollten bis zur Meldefrist noch weitere Mannschaften für die kommende Saison zurückziehen und „die Sollstärke in den jeweiligen Ligen unterschritten werden“, wird es laut FLVW-Mitteilung noch weitere Aufsteiger geben. Die Aufsteiger, die der FLVW am 9. Juni bereits genannt hatte, sind aber sicher aufgestiegen.

Was den Start der kommenden Saison angeht, hält sich der FLVW weiterhin bedeckt. „Das kann im Moment niemand vorhersehen“, so der Verband, der darauf hinweist, dass er an die Vorgaben von Bund und Land gebunden ist. Durch die Lockerungen, die ab dem 15. Juni in NRW gelten, und die auch ein normales Fußballspiel wieder möglich machen, könnte die Spielzeit 2020/2021 theoretisch doch wie im Rahmenterminkalender vorgesehen am 9. August starten.

Manfred Schnieders zu frühem Saisonbeginn: „Kann ich mir nicht vorstellen“

„Das kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen“, rudert Manfred Schnieders allerdings zurück. Der Haken sei immer noch die Zuschauerfrage. In NRW sind ab dem 15. Juni wieder bis zu 100 Zuschauer erlaubt, allerdings mit 1,5 Metern Abstand, in den höheren Amateurligen sind es in der Regel aber viel mehr. Deshalb warte der Verband erst auf grünes Licht von Bund und Land und deshalb „war ein so früher Saisonbeginn auch im Westdeutschen Fußballverband noch kein Thema“, so Schnieders.

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Solange es keinen Starttermin für die kommende Saison gibt, wird auch die Staffeleinteilung für die kommende Saison auf sich warten lassen. „Erst wenn die Behörden grünes Licht für die Durchführung von Fußballspielen geben, kann der Starttermin für einen regelmäßigen Spielbetrieb und somit auch die Staffeleinteilung erfolgen“, heißt es in der FLVW-Mitteilung.

Die nächsten entscheidenden Termine für die Amateurfußballer:

19. Juni: Die Einspruchsfrist für die Entscheidung des Verbandstages läuft ab.

26. Juni: Der FLVW gibt bekannt, bis wann Vereine ihre Mannschaften zurückziehen können.

15. Juli: Sollte am 26. Juni nichts anderes bekannt gegeben werden, läuft an diesem Tag die Frist für das Zurückziehen von Mannschaften ab.

9. August: Laut Rahmenterminkalender sollte an diesem Tag die Saison 2020/2021 starten.

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