Nach FLVW-Konferenz: Neue Regelung für Aufstieg in die Bezirksliga?

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Am Dienstagabend kamen die Vertreter des FLVW mit den Verantwortlichen der Bezirksliga-Teams zusammen. Dabei rückten ein Thema und dessen mögliche Folgen besonders in den Fokus.

Dortmund

, 29.04.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nahezu täglich zerbrechen sich die Verantwortlichen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) den Kopf, wie mit der aktuellen Saison verfahren werden könnte. Welche Teams steigen auf beziehungsweise ab und nach wie vielen Spielen wird die Tabelle gewertet?

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Gerade das Thema Aufstieg wird stets heiß diskutiert. Vor allem in der Dortmunder Kreisliga A1 stellt sich eine besondere Situation dar: Der Tabellenerste- und zweite Blau-Weiß Huckarde und Westfalia Huckarde sind punktgleich und der Dritte ASC 09 Dortmund II ist nur einen Zähler dahinter.

Aufstiegsplätze werden aufgerundet

Normalerweise ist der Aufstieg aus dem Dortmunder Fußballkreis in die Bezirksliga so geregelt, dass der Spitzenreiter eine Liga hochgeht, der Zweitplatzierte gegen den Zweiten der Kreisliga A2 Relegationsspiele austrägt und der Sieger dieser Partie anschließend auf den Zweiten der Kreisliga Unna/Hamm trifft. Aber an Relegationsspiele ist momentan nicht zu denken. Wann man im Amateurfußball wieder auf den Platz darf, ist völlig unklar.

Daher gibt es nun neue Gedanken des FLVW zur Aufstiegsregelung: Alle halben Aufstiegsplätze sollen aufgerundet werden. Das bedeutet, dass dem Fußballkreis Dortmund nicht 2,5 Plätze zustehen, sondern 3. Zudem wird für den Kreis Unna/Hamm die Anzahl von 1,5 auf 2 aufgestockt. Damit entfallen die Relegationsspiele mit dem Nachbarkreis.

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Zudem hat der Verband verkündet, dass alle Kreisliga-Meister aufsteigen und alle Kreise damit ihre Aufsteiger behalten. Das bedeutet: Aus den Kreisen Ahaus/Coesfeld, Recklinghausen und Münster gehen jeweils zwei Teams in die Bezirksliga und aus dem Kreis Iserlohn steigt eine Mannschaft auf.

„Es ist richtig, dass es Überlegungen gibt, die Anzahl der Aufstiegsplätze zu erhöhen“, bestätigte Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des Dortmunder Fußballkreises, „das könnte für uns zu einem echten Problem werden, einen dritten Aufsteiger nach beiden Staffelsiegern zu bestimmen. Ich weiß aktuell nicht, wie man das am besten lösen könnte.“

Aufblähung der Bezirksligen

Wenn nun die „halben“ Aufsteiger aufgerundet werden, kommt es zu acht zusätzlichen Teams, die damit das Recht bekommen, eine Liga nach oben zu klettern. Der Grund: Insgesamt acht Fußballkreisen innerhalb des FLVW stehen diese halben Plätze zu. Da es zusätzlich aus der Bezirksliga keine Absteiger geben wird und gleichzeitig auch alle Kreisliga-Meister aufsteigen sollen, droht damit eine Aufblähung der momentanen zwölf Bezirksligen.

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Daher denkt der FLVW darüber nach, zusätzliche Staffeln zu installieren.

„Es gibt Überlegungen, zwei neue Bezirksligen zu errichten, das hat Reinhold Spohn, Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses, angedeutet. Da man noch nicht weiß, wann die Saison beginnt, könnte der Spielplan bei der aktuellen Anzahl an Teams pro Liga zu voll werden“, erklärt Grondziewski.

Wie geht es nun weiter? Fest steht, dass eine letztendliche Entscheidung über die Aufstiegsregelung erst beim Verbandstag Mitte oder Ende Juni beschlossen wird. Erst danach muss der Fußballkreis Dortmund konkrete Aufsteiger in die Bezirksligen benennen.

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