Nach zwei Jahren zur bekannten Größe

Leichtathletik

Als Michael Ruhe (LG Olympia) 2010 beim Fredenbaum-Halbmarathon erstmals in Dortmund seine Visitenkarte abgab, war er hier noch eine unbekannte Größe. „Das ist einer aus Spanien“, hieß es, als er die Konkurrenz in Grund und Boden lief und nach starken 1:09:08 Stunden überlegen das Rennen beendete.

25.03.2016, 00:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach zwei Jahren zur bekannten Größe

In Hamm nicht zu stoppen: Michael Ruhe.

Zwei Jahre später sollte man ihn besser kennenlernen. Nach 17 Jahren in Spanien kehrte er wieder nach Deutschland zurück und schloss sich der LG Olympia an. „Es war für mich ein Neuanfang im eigenen Land. Ich hatte Lust auf Veränderung und neue berufliche Ziele“, erinnert er sich.

Beachtliches Ergebnis beim Berlin-Marathon

Rasch machte sich Ruhe einen guten Namen in Dortmunds Langstrecken-Szene, und im vergangenen Jahr rannte er beim Berlin-Marathon beachtliche 2:30:12 Stunden. Die Saison 2016 eröffnete er mit dem Gesamtsieg in der Kategorie M 30 und Rang zwei der Gesamtwertung bei der renommierten Straßenlaufserie in Hamm.

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Schon mit acht Jahren begann er mit der Leichtathletik: „Meine große Schwester Daniela war schon seit einigen Jahren aktiv und da wollte der kleine Michi, der noch oft über seine eigenen Beine stolperte, nicht zurückstehen“, blickt er zurück. Michael Ruhe ist ein Mensch, der auf die Leute zugeht, und so fand er auch in Spanien schnell neue Freunde. Das setzte sich in Dortmund fort. Heute arbeitet er bei einem Software-Unternehmen.

"Trainiere noch recht wenig"

Die 40-Stunden-Woche ist für ihn selbstverständlich. Dennoch lässt ihm sein Beruf noch genug Zeit für Freizeit und Training. „Zurzeit trainiere ich noch recht wenig, aber im Sommer werde ich wohl etwa 100 Kilometer in der Woche abspulen“ erklärt er und macht deutlich: „Verglichen mit dem Trainingspensum, das andere Marathonis für eine Zeit um zweieinhalb Stunden leisten, ist das wirklich nicht viel und darauf bin ich stolz. Ich kann damit Beruf und Training optimal miteinander vereinbaren.“

Sein Saisonziel ist wieder der Berlin-Marathon (25. September). Bei der Vorbereitung darauf wird sich Ruhe ganz auf seine eigene Erfahrung verlassen: „Nach 20 Langstrecklerjahren weiß ich, welches Training für mich sinnvoll ist. Das Beste sind die langen Läufe mit meinen Freunden und den Vereinskameraden an meiner Seite.“

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