Neuer Trainer des TuS Rahm kennt sich mit Aufstiegen bestens aus

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Manfred Schulze legt sein Amt als Trainer des TuS Rahm nieder. Der A-Ligist hat eine Lösung gefunden - und die hat schon zweimal den Durchmarsch von der Kreisliga in die Landesliga geschafft.

Dortmund

, 16.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag berichteten wir an dieser Stelle davon, dass der TuS Rahm in Zukunft auf Manfred Schulze verzichten muss - zumindest als Trainer. Schulze will aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten und sich fortan im Vorstand einbringen. Das Traineramt hat der Verein aus der Kreisliga A aber schnell neubesetzt: Mit einer internen Lösung, die ganz viel Aufstiegserfahrung mitbringt.

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Dennis Lauth übernimmt von nun an das Amt des Spielertrainers. Der 37-Jährige unterstützte Manfred Schulze bereits im vergangenen Jahr als spielender Co-Trainer, nun rückt er in die Rolle des Chefs auf. In der Konstellation erreichte Rahm in der letzten Saison Platz vier, nun soll es noch höher gehen.

„Wir wollen am Ende ganz klar unter den ersten drei Mannschaften sein“, kündigt Lauth an. 15 Neue hat der TuS dafür ins Boot geholt, demgegenüber stehen sieben Abgänge. „Das ist schon ein Umbruch und das erste Jahr ist dann immer schwieriger, aber wir haben ein Team zusammen für eine Top-Platzierung“, so Lauth weiter.

Von der Kreisliga A in die Landesliga

Bevor Lauth im vergangenen Sommer zum TuS Rahm in die Kreisliga A kam, spielte er für den FC Frohlinde in Castrop. „Das war eine sehr erfolgreiche Zeit, wir sind von der Kreisliga A bis in die Landesliga aufgestiegen. Fast hätten wir auch den Sprung in die Westfalenliga geschafft“, erinnert sich der Spielertrainer.

Die Mannschaft brach allerdings im Anschluss ein wenig auseinander und auch Lauth nahm sich nach der Geburt seines Sohnes eine Pause vom Fußball. „Ganz ohne Fußball ging es aber auch nicht“, merkte Lauth schnell.

Und so hatte Stefan Schulze, Sportlicher Leiter und Spieler bei Rahm, endlich Erfolg. Denn die beiden vereint eine lange Rahmer Vergangenheit und Freundschaft. „Stefan und ich haben schon vor 15, 16 Jahren zusammen in Rahm gespielt“, erklärt Lauth. „Wir sind immer in Kontakt geblieben und er hat auch regelmäßig versucht, mich zum TuS zurückzuholen.“

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Gemeinsam schafften Schulze und Lauth damals den Aufstieg in die Bezirksliga, ehe Lauth zum VfB Waltrop ging - und dort ähnlich erfolgreich war wie später bei Frohlinde. Auch mit dem VfB gelang der Durchmarsch von der Kreisliga A bis in die Landesliga.

Ganz so einfach wird eine erneute Wiederholung dessen mit Rahm nicht. Lauth geht aber durchaus ambitioniert an die neue Aufgabe heran. „Was hier beim TuS momentan passiert, ist schon klasse“, berichtet er. Neben den vielen Neuzugängen meint der 37-Jährige das modernisierte Vereinsheim und neue Sponsoren - Aspekte, die Rahm als Klub attraktiver für Neuzugänge machen.

Lauth hat viel Arbeit vor sich

In den kommenden Wochen hat Lauth nun viel Arbeit vor sich. Unterstützt wird er vor allem von Gesim Beciri, der als Co-Trainer an der Seitenlinie steht. „Der Trainingsplan ist soweit fertig. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir die Jungs alle fit bekommen. Die haben teilweise drei Monate nichts gemacht“, sagt Lauth, der außerdem viel Wert auf das Mannschaftsgefüge legt.

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„Bei uns geht ganz viel über Kameradschaft. Wenn da einer nicht mitzieht - in der letzten Saison hatten wir ein paar Probleme mit Unzuverlässigkeiten - bin ich auch so rigoros und sage, dass wir solche Spieler nicht gebrauchen können.“ Es wird keine leichte Aufgabe, mit so vielen Neuzugängen gleich ein funktionierendes Team zu haben. Doch Lauth ist auch mit 37 Jahren noch hungrig genug: „Ich habe richtig Bock!“

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