OSC verliert unter Protest - Hombruch verspielt Punkte

Handball-Verbandsliga

Die Erwartungshaltung war groß, der Ertrag hielt sich in überschaubaren Grenzen: Keiner der drei Dortmunder Verbandsligisten fuhr an diesem Wochenende einen Sieg ein.

DORTMUND

von Von Peter Ludewig

, 13.03.2011, 19:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der letzte Versuch: Hombruchs Martin Aufdemkamp (l.) scheitert in letzte Sekunde mit einem direkten Freiwurf

Der letzte Versuch: Hombruchs Martin Aufdemkamp (l.) scheitert in letzte Sekunde mit einem direkten Freiwurf

Dabei kaschierten die Gäste die schwache Abwehrleistung bis zur 10:9-Führung in der 13. Minute erst einmal mit einer guten Angriffsquote. Als dann aber die Konsequenz im Abschluss an Effizienz verlor, zog die HSG dank eines Zwischenspurts auf 18:14 davon und behauptete den Vorsprung bis zum Seitenwechsel. Der wuchs im zweiten Abschnitt zwischenzeitlich sogar bis auf 32:26 (48.) an. Nun bewies die Borussia, in Hälfte zwei auch noch ohne den angeschlagenen Christian von Bassewitz, aber Moral, schloss bis auf 32:34 auf. In dieser Phase aber wurden zwei gute Chancen vertan. Zum völligen Umschwung langte es so nicht mehr.

Hombruchs Trainer Kai Ruben bemühte zur Erklärung der zweiten Heimniederlage in Folge die Statistik: „Mit 16 Fehlversuchen und 16 technische Fehlern kann man eben nicht gewinnen.“ Dass Torwart Benny Hoffmann kurzfristig mit Leistenproblemen passen musste, statt seiner Routinier Lars Deuter neben Sascha Reimann das Westfalia-Gespann zwischen den Pfosten bildete, war unbedeutend. Entscheidend war vielmehr, dass die Hombrucher in beiden Hälften ein Vier-Tore-Polster verspielten.

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Das Team von Trainer Thorsten Stoschek konnte die spektakuläre 35:22-Hinspielgala nicht neu auflegen und büßte durch die Niederlage den gerade erklommenen 2. Tabellenplatz wieder ein. Allerdings legte der OSC gegen die Wertung Protest ein. Der Grund: Kurz nach der Pause bekam Jürgen Lepine als dritte Zeitstrafe 2+2-Minuten. Der OSC hätte nun vier Minuten in einfacher Unterzahl spielen müssen. Die Schiedsrichter ließen stattdessen aber eine 4 gegen 6-Unterzahl spielen und nahmen ihre Entscheidung zwischenzeitlich zurück. Das war für Stoscek aber nicht allein der Grund für die Niederlage: „Mit einer 30%-Angiffsquote kann man keinen Blumentopf gewinnen.“

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