Paukenschlag bei Türkspor: So reagiert der Klub auf den schwachen Rückrundenstart

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Bis zum Beginn der Rückrunde war Türksport souveräner Tabellenführer in der Kreisliga A. Doch seitdem hat der Klub schon zweimal verloren - und reagiert nun mit einem Paukenschlag.

Dortmund

, 27.02.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball-A-Ligist Türksport Dortmund hat sich von Trainer Tomislav Nikolic getrennt und dafür Bülent Kara verpflichtet. Nikolic hatte den Klub von der Kreisliga B in die A-Liga und zum ersten Mal in die Endrunde der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft geführt. „Tomislav hat hier tolle Arbeit geleistet. Zuletzt haben wir aber zweimal in Serie verloren. Die Stimmung innerhalb des Teams ist auch nicht gut. Deshalb haben wir als Vorstand uns so entschieden. Wir wollen den Aufstieg nicht gefährden“, sagt der Sportliche Leiter Zeki Bektas.

Zwei Niederlagen zum Rückrundenstart

Durch die Pleiten gegen TSC Eintracht (1:3) und den ASC 09 Dortmund II (2:4) ist das Team von Platz eins auf Rang zwei abgerutscht. Türkspor liegt aber nur einen Zähler hinter Spitzenreiter RW Germania.

Der neue Coach Bülent Kara war zuletzt für den Halterner B-Ligisten SV Hullern tätig, vorher war er für den Bezirksligisten Union Lüdinghausen verantwortlich. In Lüdinghausen trat er im September zurück und gab Gründe an, die man so selten gehört hat: „Der Fußball hat mich privat so beeinflusst, dass ich zu Hause keinen Spaß mehr habe“, sagte Kara. Er beschreibt sich selbst als sehr emotionalen Trainer, der immer voll bei der Sache ist.

Kara und Türkspor finden sich

Nach der extrem nervenaufreibenden vergangenen Spielzeit, als Lüdinghausen erst am letzten Spieltag durch einen Treffer kurz vor Schluss die Klasse hielt und den zwei Niederlagen gegen Kirchderne und Wethmar war für ihn Schluss an der Union-Seitenlinie. „Das war eine Saison, die sehr viel Kraft gekostet hat“, sagte Kara mit Blick auf 2017/2018.

Im Januar heuerte er dann auf den Ruf seines guten Freundes Frank Lendermann beim SV Hullern in der B-Liga an: „Es war aber von Anfang an abgesprochen, dass ich - wenn sich woanders eine Perspektive auftut - die Freigabe bekomme“, sagte Kara den Ruhr Nachrichten am Mittwoch.

„Türkspor ist eine Mannschaft, wo ich mich als Trainer auch weiterentwickeln kann. Aber es war nicht so einfach, in Hullern zu sagen, dass ich gehe“, sagt Kara. „Ich habe die Situation erklärt und sie haben mich sofort unterstützt“, erklärt er das Gespräch mit den Verantwortlichen in Hullern, die das genau so bestätigen: „Das ist für uns alles nachvollziehbar und in Ordnung“, sagt Vorstandsmitglied Chris Meyer.

Der Aufstieg bleibt das Ziel

Verbrannte Erde wird Kara in Hullern ohnehin nicht hinterlassen. Sein Bruder Gökhan übernimmt die Mannschaft, auch die dazugeholten Spieler bleiben in Hullern: „In diesem Verein steckt viel Herz, ich bin auch nicht einfach weg, sondern werde in Hullern weiter beratend zur Seite stehen.“

Mit Türkspor will er das Saisonziel Aufstieg schaffen: „Die Qualität in der Mannschaft ist überragend. Wir müssen konditionell ein bisschen was tun“, sagt Kara. Einige Spieler hätten aufgrund von Verletzungen einen körperlichen Rückstand. „Was vorher war, da will ich mich nicht einmischen. Wir schauen nicht in den Rückspiegel - sondern nur nach vorne.“

Erstes Spiel gegen Barop

Ein paar Tage hat er nun Zeit, sein neues Team richtig kennenzulernen. Dank der Karnevalspause steht das erste Meisterschaftsspiel für Kara erst am 10. März an. Der Gegner hat es aber direkt in sich: Türkspor muss zum Tabellenvierten Rot-Weiß Barop.

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