Pausenliga: Massen-Rückzug in der Kreisliga kann Nachteil für Türkspor-Reserve werden

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Eigentlich sollten 15 Mannschaften in der Kreisliga C4 kicken. Mittlerweile haben jedoch vier Teams zurückgezogen. Die Lücken im Spielplan können sich besonders für ein Team negativ auswirken.

Dortmund

, 25.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zuletzt gab es für die Reserve von Türkspor Dortmund, die in der Kreisliga C4 kickt, einen 8:2-Sieg gegen die SG Alemania Scharnhorst II. Ein wichtiger Sieg im Aufstiegsrennen und einen Platz in der B-Liga in der kommenden Saison. Am Spieltag selbst zählte Türkspor II damit zu den sechs auserwählten Mannschaften – den Mannschaften, die spielen durften.

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Ganze drei Spiele fanden in der Liga C4 zuletzt statt – fünf Teams hatten spielfrei. Nachdem die Redaktion Anfang Dezember bereits von der „Pausenliga“ und den wenigen Partien in der Staffel berichtet hatte, sind es nun noch weniger. Der Grund: Ay Yildiz Derne III hat in der Winterpause sein Team zurückgezogen. „Die Mannschaft hat uns mitgeteilt, dass sie nicht mehr genügend Spieler zusammenbekommt“, sagte Staffelleiter Mario Hildebrand.

Mario Hildebrand: „Es ist schon besonders, dass vier Mannschaften in einer Staffel zurückziehen“

Die Abmeldung von Ay Yildiz Derne III war damit die vierte Abmeldung in der Liga C4. Der FC Roj III und SuS Derne II hatten schon vor der Spielzeit zurückgezogen. Dazu stellte Eving Selimiye Spor III den Spielbetrieb ein. Damit gibt es anstatt der ursprünglichen 15 Teams nur noch elf Mannschaften im Spielbetrieb der Liga.

„Es ist schon besonders, dass vier Mannschaften in einer Staffel zurückziehen. Normalerweise verteilt sich das mehr auf alle Staffeln der C-Liga“, berichtete Hildebrand, der verstehen kann, dass sich die Mannschaften über den fehlenden Spielrhythmus ärgern.

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Für die Türkspor-Reserve könnten die wenigen Spiele, die das Team in der Liga bestreitet, zum Nachteil werden: Dann nämlich, wenn das Team Zweiter wird und in der Relegation auf Mannschaften trifft, die viel mehr Partien bestritten haben. „Klar ist es ein Nachteil für uns, wenn wir so wenige Spiele haben. Es ist super schwer, die Spannung und die Konzentration hochzuhalten“, sagt Trainer Sebahattin Ince.

Aktuell führt die dritte Mannschaft von BV Brambauer die Liga an – punktgleich mit Türkspor II. Der Drittplatzierte FC Fortuna ist schon neun Punkte weg und wird wohl nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen können.

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Für die spielfreien Wochenenden versucht der Coach regelmäßig Testspiele zu organisieren – aber das klappt nur unter bestimmen Voraussetzungen. Zuerst müsse man einen Gegner finden, der auch spielfrei hat. Dazu braucht es noch einen Sportplatz, der verfügbar ist. „Dementsprechend muss man sich rechtzeitig drum kümmern – mindestens zwei Wochen vorher“, beschreibt Ince.

Mario Hildebrand: „Der Plan wird vor der Spielzeit gemacht“

In den kommenden Wochen werden viele Teams regelmäßig spielfrei haben. Eine kurzfristige Änderung des Spielplans während der Saison ist nämlich nicht möglich. „Der Plan wird vor der Spielzeit gemacht und steht dann fest“, erklärt Hildebrand.

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Bei der Erstellung des Plans müsse man bedenken, dass sich Vereine einen Sportplatz teilen. Dazu kämen auch noch individuelle Wünsche der Vereine – das mache es nicht einfach, alles zu planen, berichtet der Staffelleiter.

Sebahattin Ince: „Wir haben viel Qualität im Kader“

Sebahattin Ince hofft nun, die letzten sieben Saisonspiele – mehr stehen tatsächlich für das Team nicht an – zu gewinnen. Auch gegen Tabellenführer Brambauer. Dann könnte Türkspor eine mögliche Relegation umgehen. „Ich bin optimistisch, dass der Aufstieg klappt. Wir haben viel Qualität im Kader. Zudem ist unser Vorteil, dass wir immer mal wieder Spieler aus der ersten Mannschaft kommen. Beispielsweise Kicker, die aus Verletzungen zurückkommen.“

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