Rafik Halims Debüt auf der Trainerbank des FC Brünninghausen? „Eine absolute Katastrophe“

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Rafik Halim hätte sich kein schöneres Debüt als Trainer des FC Brünninghausen wünschen können. Das 3:2 im Derby gegen Westfalia Wickede ist ein Traum-Einstand. Oder?

Dortmund

, 12.11.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Laufbahn eines Trainers lässt sich kaum im Voraus prognostizieren. Manch einer fängt erstmal im Jugendbereich an, der ein oder andere als Co-Trainer, ausgenommen vom Rampenlicht, und manch einer wird direkt irgendwo ins kalte Wasser geworfen.

Halim schwimmt sich frei

Letzteres traf am Sonntag auf Rafik Halim zu. Halim ist eine Ikone des Dortmunder Amateurfußballs, spielte bereits bei einigen Dortmunder Vereinen. Seine prägendste Zeit hatte der 35-Jährige beim ASC 09. Es verwunderte nicht, dass Halim den Liebhabern des Dortmunder Lokalsports, bald wieder über den Weg laufen würde.

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Dass es aber nun so schnell ging, damit hatte er selbst nicht gerechnet. Doch es war eine Chance, die er ergreifen wollte. Trainer des FC Brünninghausen, gleich der Einstieg in der Westfalenliga.

Ausgerechnet ein Derby

Wo Halim anfängt, hat manch ein Amateur-Trainer seinen ersten Meilenstein in seiner Laufbahn. Doch Halim wagte sich ran an diese Aufgabe, ist seit einer Woche nun Trainer des FC Brünninghausen. Im Duo, gemeinsam mit Spieler Florian Gondrum.

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So startete Halim vergangenen Sonntag, passender konnten die Regisseure es kaum vorplanen, mit einem Dortmunder Derby. Ausgerechnet bei Westfalia Wickede, wo Halim auch schon einige Derbys mit dem ASC 09 ausspielte.

Traum-Einstand nach 0:2-Rückstand

Am Ende gab es den Traum-Einstand. 0:2-Rückstand gedrehte, fünf Minuten vor Schluss den Siegtreffer erzielt, es hätte besser kaum laufen können.

Rafik Halims Debüt auf der Trainerbank des FC Brünninghausen? „Eine absolute Katastrophe“

Da sah es noch nach einer Niederlage aus - doch sein Team drehte die Partie. © Stephan Schuetze

Alexander Gocke, Trainer von Westfalia Wickede, wünschte dem neuen Trainerduo des FC Brünninghausen auf der Pressekonferenz alles gute. Man würde sich ja schon seit Jahren kennen und bei jedem anderen Erfolg hätte sich der Chefcoach der Westfalia mitgefreut - doch am Sonntag ging es nicht, es traf Gocke und die Westfalia.

„Ich wusste gar nicht, wohin mit mir“

Halim hingegen konnte sich freuen. Über ein erfolgreiches Debüt, eine erste makellose Bilanz als Trainer. Doch wie hat sich das erste Mal an der Seitenlinie für den B-Lizenz-Inhaber angefühlt? „Es ist eine absolute Katastrophe gewesen“, erzählt Halim. „Ich wusste gar nicht, wohin mit mir.“

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Halim marschierte von links nach rechts. Stand mal vor der Ersatzbank, mal daneben. Immer in Bewegung und emotional dabei. Mal haderte er mit einer Schiedsrichteentscheidung, mal klatschte er Beifall für eine gelungene Aktion. Halim wirkt dabei nicht überschwänglich, auch nicht zu aufgedreht. Er lebt das Spiel mit, ist keiner der das Spiel auf der Bank über sich ergehen lässt.

Voll involviert

„Es war gut, pure Emotion“, beschreibt er es. Halim führte immer wieder Gespräche mit den jüngeren Spielern, gab Tipps und Anweisungen. Eine Woche beim FC Brünninghausen und Halim schien voll involviert. „Besser kann man seinen Einstand nicht feiern.“

Rafik Halims Debüt auf der Trainerbank des FC Brünninghausen? „Eine absolute Katastrophe“

Halim war in der Coaching-Zone viel unterwegs. © Stephan Schuetze

Doch auf die erste Euphorie folgt die harte Arbeit. In der kommenden Woche steht nämlich schon eine Art nächstes Derby an - Halims erstes Heimspiel gegen den Lüner SV.

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