Ruhrpottsieger: BVB II schlägt Bochum II mit 2:1

Fußball-Regionalliga West

Die Serie der Regionalliga-Fußballer von Borussia Dortmund geht weiter. Nach dem 2:1 (1:1) gegen den VfL Bochum II am Samstagnachmittag sind die Borussen seit sieben Spielen ungeschlagen.

DORTMUND

25.04.2011, 17:47 Uhr / Lesedauer: 4 min
Erzielte gegen Bochum sein erstes Saisontor: BVB II-Mittelfeldspieler Tim Treude.

Erzielte gegen Bochum sein erstes Saisontor: BVB II-Mittelfeldspieler Tim Treude.

Bochums 1:0-Führung durch Oliver Zech, dessen unglaublichen 60-Meter-Schuss der deutlich vor dem eigenen Tor postierte BVB-Keeper Johannes Focher nicht erreichen konnte (8.), egalisierte Dortmunds Damien Le Tallec per Foulelfmeter, nachdem Mehmet Boztepe gefoult worden war (27.). Bochums Nurdin Hrustic sah für seinen Griff an Boztepes Trikot Gelb-Rot. In Überzahl musste sich der BVB bis zur 76. Minute in Geduld üben, ehe Tim Treude nach Zuspiel von Daniel Ginczek das 2:1-Siegtor gelang. „Wenn es beim Remis geblieben wäre, hätte ich das auf meine Kappe nehmen müssen“, sagte Borussias bester Regionalliga-Torjäger, dem diesmal kein Treffer gelang. Dennoch gehört der BVB-Stürmer weiterhin zur Spitzengruppe der Regionalliga-Kanoniere.

„Ich fühle mich fit. Kraft, Spritzigkeit, Ausdauer stimmen wieder. Das war schon in Mainz und Schalke so“, berichtete der 19-Jährige. Im Spiel gegen Bochum verdiente sich Ginczek vor nur 315 Zuschauern neben Marvin Bakalorz und Mehmet Boztepe die Bestnoten im Borussen-Team. Einziges Manko: Die mangelhafte Chancenverwertung. Gleich sechs Hochkaräter, zwei im ersten, vier im zweiten Durchgang, ließ Ginczek verstreichen. Doch das weckt nur noch mehr Ehrgeiz. Daniel Ginczek will den Erfolg, dafür arbeitet er hart. Und er plant seine Zukunft. Die könnte in naher Zukunft zunächst einmal bei einem anderen Verein angesiedelt sein. Ausleihe heißt das Zauberwort. „In den nächsten ein, zwei Wochen wollen meine Berater und ich mit dem BVB sprechen. Dann setzen wir uns zusammen und loten gemeinsam die Möglichkeiten aus“, berichtet der großgewachsene Stürmer, der noch bis zum Juni 2012 vertraglich an den BVB gebunden ist. „Fußballerisch“, betont Ginczek, „wäre es für mich doch optimal, wenn ich bei einem anderen Profiklub regelmäßig in der ersten Mannschaft spielen könnte. So kann sich ein junger Spieler entwickeln. Julian Koch, mit dem ich immer in Kontakt stehe, ist doch ein glänzendes Beispiel.“ So wie Daniel Ginczek denken wohl auch andere Spieler im Borussen-Team. Marco Stiepermann, Lasse Sobiech und Marc Hornschuh sind weitere Kandidaten.

Den Dreier gegen Bochum brachte die Mannschaft mit einigen Anlaufschwierigkeiten unter Dach und Fach. Fahrlässigkeiten in den ersten 20 Minuten eröffneten dem VfL zahlreiche Einschussmöglichkeiten – nutzen konnten die Bochumer davon allerdings keine. Erst in Überzahl spielte der BVB zusehends dominierend. Ein hoher Sieg schien möglich. Daraus wurde nichts. Aber das Team ließ im siebten Spiel ohne Niederlage und mit dem zweiten Sieg nacheinander erkennen, das fußballerisches Potenzial vorhanden ist. Vielleicht sind schon bald andere Klubs die Nutznießer.

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