Said Dahoud: Vom Bolzplatz über die Nationalmannschaft zum ASC 09

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Der ASC 09 Dortmund setzt auch in der kommenden Saison auf junge Talente. Dazu passt die Verpflichtung des 21-Jährigen Said Dahoud, dem Bruder des BVB-Kickers Mahmoud Dahoud.

Aplerbeck, Dortmund

, 11.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Verbindung war immer da, der Kontakt riss nie ab: Said Dahoud und Antonios Kotziampassis kennen sich schon seit vielen Jahren. Damals in der U16 und U17 von Rot-Weiß Essen trainierte der aktuelle Coach des ASC 09 Dortmund den Jungspund. Auch beim Westfalenligisten TuS Sinsen 05 kreuzten sich ihre Wege.

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Und nun treffen sie sich in der kommenden Saison beim ASC 09 wieder: „Toni hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich mir ein vorstellen könnte, für den ASC zu spielen. Ich habe zugestimmt und dann habe ich alles Weitere mit Samir [Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC] besprochen“, erzählt Said Dahoud, der auch andere Angebote aus der Oberliga hatte.

Im Nachwuchs in der Bundesliga gespielt

Seine Ziele mit dem ASC? „Ich will helfen und dazu beitragen, dass wir in der Oberliga eine gute Rolle spielen.“ Zumindest soll die kommende Saison besser laufen als die aktuelle. Nach einem schwierigen Start liegt das Team momentan auf Rang 13. In den Spielzeiten davor beendeten die Aplerbecker die Saison hingegen jeweils auf Rang drei und verpassten nur knapp den Aufstieg in die Regionalliga.

Fußballerisch ausgebildet wurde der 21-Jährige bei Rot-Weiß Essen. Dort kickte er in der U15-Regionalliga, bevor der dann mit der B-Jugend in der Bundesliga spielte. Zur A-Jugend folgte der Wechsel zum VfL Bochum. „Ich wollte zu einem besseren Verein gehen. Beim VfL habe ich mir eine größere Perspektive und mehr Möglichkeiten erhofft“, erzählt Dahoud.

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Beim VfL kam er jedoch kaum zum Einsatz und daher schloss er sich in der Saison danach dem DJK Arminia Klosterhardt an. Das Team war gerade als Meister der Niederrheinliga in die A-Jugend-Bundesliga aufgestiegen. Für Klosterhardt absolvierte er 18 Spiele und gehörte zum Stammpersonal des Teams.

Said Dahoud: „Es gab einige Anfragen aus der Oberliga, aber das hat nie geklappt“

Nach dem zweiten Jahr in der U19 blieb Dahoud jedoch erstmal vereinslos. „Es war schwer, ein Team zu finden. Es gab einige Anfragen aus der Oberliga, aber das hat nie geklappt. Zudem waren viele Teams auch zu weit weg“, meint der 21-Jährige, der aktuell in Bochum wohnt und gebürtig aus Langenfeld im Rheinland kommt.

Said Dahoud (m.) absolvierte bereits 15 Spiele für die U23-Nationalmannschaft Syriens.

Said Dahoud (m.) absolvierte bereits 15 Spiele für die U23-Nationalmannschaft Syriens. © Privat

Nach der vereinslosen Zeit kickte er für den TuS Sinsen in der Westfalenliga. Im Sommer des vergangenen Jahres folgte der Wechsel zum DJK TuS Hordel, wo er in dieser Saison 14 Spiele absolvierte und dabei viermal traf.

Während dieser Zeit fragte auch die syrische Nationalmannschaft bei ihm an. Im Gegensatz zu seinem Bruder Mahmoud „Mo“ Dahoud, der für Borussia Dortmund kickt und bisher Länderspiele für deutsche Auswahlmannschaften absolviert hat, entschied sich Said Dahoud für das syrische Team.

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Für die U23 machte er bereits 15 Spiele und spielte unter anderem 2018 beim Asien-Cup der U23-Teams in China. Dort schied er jedoch mit Syrien in der Vorrunde aus, nachdem die Mannschaft in der Gruppenphase keinen Sieg holte und nur mit den Unterschieden gegen Südkorea und Vietnam punktete.

Im zentralen Mittelfeld zu Hause

„Danach gab es einen Trainerwechsel im Team und anschließend bin ich nicht mehr für die U23 nominiert worden“, erzählt Dahoud, der auch schon mal mit der A-Nationalmannschaft seines Landes mittrainiert hat.

Auf dem Spielfeld fühlt sich der Kicker auf der Position im zentralen Mittelfeld am wohlsten. „Als Achter oder Zehner spiele ich am liebsten“ – genauso wie sein Bruder.

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Normalerweise sehen sich die Brüder fast täglich. Doch momentan kommt ihnen dabei die Corona-Krise in die Quere. „Da sollte besser jeder zu Hause bleiben“, sagt der 21-Jährige, der nahezu jedes Heimspiel seines Bruders besucht.

Schon früher auf dem Bolzplatz in Langenfeld kickten beide zusammen. „Alle Jugendlichen kamen nach der Schule zusammen und wir haben dann miteinander gespielt“, erinnert er sich. Vielleicht sieht man die Dahoud-Brüder in der nächsten Saison auch zusammen: Said auf dem Feld beim ASC 09 und Mo am Spielfeldrand, um ihn zu beobachten.

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