Sascha Rammel und die grauen Haare - Kirchhörder SC macht Partie in Kaiserau unnötig spannend

Fußball-Landesliga

Der Kirchhörder SC gewinnt auch in Kaiserau und erhöht den Druck auf Spitzenreiter Obercastrop. Doch trotz der drei Punkte lässt das Team des KSC seinen Trainer Sascha Rammel ein wenig altern.

Dortmund

, 27.10.2019, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sascha Rammel und die grauen Haare - Kirchhörder SC macht Partie in Kaiserau unnötig spannend

Sascha Rammel hätte sich über einen ruhigen Nachmittag nicht beschwert. © Stephan Schuetze

Ob es nun die jugendliche Unbekümmertheit war. Oder vielleicht doch diese Spur Überheblichkeit, die Mannschaften im Gefühl eines sicheren Sieges gerne mal befällt - klar ist: Die Elf des Kirchhörder SC hat seinem Trainer Sascha Rammel am Sonntagnachmittag in Kaiserau mal wieder ein paar graue Haare mehr wachsen lassen.

KSC lässt reihenweise hochkarätige Chancen aus

Deutlich mit 3:0 hatten die Seinen durch Elfmetertreffer von Philipp Kremer (10.) und Aleksander Djordjevic (19.) sowie ein Tor von Leon Franke (21.) bis weit in zweite Halbzeit hinein geführt, aber „wir haben es einfach nicht hinbekommen, das vierte Tor zu machen“, ärgerte sich der Trainer des Kirchhörder SC und monierte: „Da waren bestimmt zehn hochkarätige Konterchancen dabei. Aber wir spielen es dann jedes Mal zu kompliziert aus.“

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Rammel, der gegen SuS Kaiserau fünf Spielern, die in der vergangenen Saison noch das Trikot der U19 des KSC getragen haben, Einsatzminuten schenkte, vermisste die Ruhe im eigenen Spiel. Gerade bei einer derart komfortablen Führung. „Wenn wir hier mit mehr Ruhe aggieren, schießen wir Kaiserau, ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, heute ab.“

KSC befindet sich in einem Lernprozess

Nun, das Torfestival blieb aus. „Wie das manchmal eben so ist, gerade bei so einer jungen Truppe“, sagte Rammel. Das alles sei eben ein Lernprozess, den seine Mannschaft derzeit durchlaufe. „Und irgendwann“, so Rammel, „spielen wir es dann vielleicht mehr so kompliziert, sondern so, wie wir es eigentlich können.“

Statt sich also einen entspannten Sonntag machen zu können, mussten Rammel & Co. noch mal ordentlich zittern, weil Henning Ulrich Steffen (66.) und Lukas Schuster (89.) den SuS Kaiserau bis auf einen Treffer heranbrachten. „Wenn es ganz blöd läuft“, so Rammel, „fahren wir sogar mit einem 3:3 nach Hause.“

Kirchhörde rückt näher an Obercastrop ran

Dazu kam es am Ende bekanntlich nicht mehr, und so steht der KSC mit nun 26 Punkten weiter auf Platz zwei – lediglich einen Zähler hinter dem an diesem Wochenende spielfreien Tabellenführer Wacker Obcastrop. „Das sieht sehr gut aus und freut uns natürlich“, sagte Rammel.

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Zumindest in den ersten 45 Minuten hatte seine Elf den Nachweis einer Spitzenmannschaft auch auf dem Rasen erbracht. „Da haben wir es sehr ordentlich gemacht, wobei wir sicherlich auch etwas Glück hatten“, wie der Trainer anmerkte. So musste man das Handspiel, das zum ersten Elfemeter geführt hatte, „nicht unbedingt pfeifen“, meinte Rammel.

KSC: Ernst - Rous, Kremer, Gilmar Mendes, Yüksel - Atalay (90. Schmitter) , Dapes (65. Schumacher), Sievers, Mura (83. Tchienguin Touko) - Djordjevic (74. Bernhard), Franke
Tore: 0:1 Kremer (10., HE), 0:2 Djordjevic (18. FE), 0:3 Franke (20.), 1:3 Steffen (66.), 2:3 Schuster (89.)
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