Sascha van Staa kommt als Favorit zur Premiere

Leichtathletik: Dortmunder Citylauf

Für Sascha van Staa ist es eine Premiere. Noch nie ist er bisher beim Dortmunder Citylauf gestartet, "da immer irgendetwas dazwischen kam", wie der Läufer des LC Rapid erzählt. Deswegen freue er sich besonders, "dass es in diesem Jahr endlich klappt." Am Sonntag feiert der 25-Jährige endlich sein Debüt.

Dortmund

, 06.09.2017, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sascha van Staa feiert seine Premiere beim Citylauf.

Sascha van Staa feiert seine Premiere beim Citylauf.

Über die zehn Kilometer gehört van Staa nicht nur zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg, er gilt auch als haushoher Favorit im Kampf um den Titel des Dortmunder Stadtmeisters. Nach seinem Brasilienurlaub, bei dem er sich auf lockere Dauerläufe beschränkte, bereitet er sich jetzt mit 80 Kilometern pro Woche auf die Herausforderungen des Herbstes vor. Die erste davon ist der 33. PSD Bank Citylauf. Dabei will er seine Strategie dem Verhalten der Konkurrenz anpassen, und mit einer rechtzeitigen Attacke die heimische Langstrecklergilde gut vertreten.

Künftiger Gymnasiallehrer

Dabei ist der künftige Gymnasiallehrer für Mathematik und Latein, der im Juni sein Studium mit dem "Master-of-Education" abschloss, nicht einmal ein reiner Läufer. Seit 18 Jahren spielt van Staa Fußball und beteiligt sich seit vier Jahren nebenbei an Laufwettbewerben."Das war nicht so ganz einfach, weil die Wettkämpfe manches Mal mit den Fußballspielen kollidierten. Einmal habe ich am Sonntagmorgen an einem Halbmarathon teilgenommen, bin direkt im Anschluss zum Spiel gedüst, habe die Lauf- gegen die Fußballschuhe gewechselt und 90 Minuten gespielt", erinnert er sich.

So fuhr er lange Zeit zweigleisig und coachte zusätzlich ein Team seines Heimatvereins Mengede 08/20. Im Juni erwarb er nach einem zweieinhalbwöchigen Lehrgang die DFB-Elite-Jugend-Lizenz und ist als Trainer der U14 des TSC Eintracht tätig. „Das ist nur schwierig mit einem professionellen Lauftraining zu vereinbaren, da ich ja als Fußballtrainer 15 bis 20 Stunden in der Woche im Einsatz bin“, erklärt van Staa und fragt sich manchmal, warum er sich das alles überhaupt antue.

Eindrucksvolles Zeit-Management

Die Antwort ist relativ einfach: „Weil mir das Laufen genau so viel Spaß macht wie der Fußball.“ Der 25-Jährige schafft all das mit einem eindrucksvollen Zeit-Management, denn auch seine Freunde, die Familie und deren Hund will er nicht vernachlässigen.

Als seinen größten Erfolg nennt er neben zahlreichen Regional- und Landesmeisterschaften den neunten Platz über 3000 Meter Hindernis bei den deutschen Meisterschaften 2016. Unter seinen Bestzeiten sind die 8:28,48 Minuten über 3000 Meter sowie die 14:30,69 über 5000 Meter auf der Bahn am höchsten zu bewerten. Während der nächsten Monate wird er versuchen, sich für die deutschen Hallenmeisterschaften auf heimischen Piste zu qualifizieren. "Das wird zwar schwierig, aber in meiner Heimatstadt wäre es natürlich etwas ganz Besonderes."

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