Satire in sechs Akten: Cardoniz Ex lässt ihn ab sofort links liegen

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Stürmer Mateus Ayala Cardoniz hat zwei Geliebte, die ihm anscheinend hörig sind: den TuS Bövinghausen und Türkspor Dortmund. Die Klubs haben sich geeinigt, wer ihn 2021 im Bett hat.

Dortmund

, 21.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist wohl die mit verrückteste Geschichte im Dortmunder Amateur-Fußball. Sie handelt von der stürmischen Liebe eines Torjägers zu gleich zwei Vereinen. Und Mateus Ayala Cardoniz kann sich nicht so richtig entscheiden, wem er sein Herz schenkt. Er hält sich deshalb beide warm, aber zur großen Hochzeit ist er nicht bereit. Jetzt haben die Klubs für ihn entschieden. Ein Geliebter zieht sich freiwillig zurück.

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Wir haben die große Liebesgeschichte in sechs Akten zusammengefasst:

Der erste Akt: Es war das Jahr 2014, als Cardoniz und der TuS Bövinghausen sich in die Augen schauten und wussten: „Wir beide gehören zusammen.“ Die Hertha hatte ihn nicht glücklich gemacht. Dieser Berliner Klub mit der kodderigen Schnauze war nur ein gefühlter One-Night-Stand. Mit der schönen TuS sollte alles besser werden. Und beide feierten heftige Partys zusammen. Ihr erstes gemeinsames Baby kam 2018 mit dem Bezirksliga-Aufstieg, ihr zweites folgte ein Jahr später mit dem Meistertitel in der Landesliga. Alles schien so perfekt zu laufen. Cardoniz schenkte seiner Liebe viele Tore, die ihm ein schönes Leben in Deutschland.

Der zweite Akt: Trotz der gemeinsamen Kinder lebten sich beide Parteien auseinander. Cardoniz verlor das Funkeln in den Augen. Der Alltag schlich sich ein. Der Stürmer wollte kein drittes Kind. Nicht die Hochzeit in der Westfalenliga. Er ließ seine erste Dortmunder Liebe einfach links liegen und begab sich in die Arme der potenten Schönheit namens Türkspor Dortmund.

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Der dritte Akt: Auch mit Türkspor ging es gleich heiß her. Cardoniz´ drittes Baby kam 2020 zur Welt. Der Meistertitel in der Bezirksliga. Beide zusammen stiegen die nächsten Schritte hoch zum Altar. Kurz vor der Trauung bog Cardoniz aber ab. Er hatte sich wieder heimlich mit seiner alten Bövinghauser Liebe getroffen. Und beide waren sich einig, wieder ein Paar zu bilden. Türkspor war vergessen.

Der vierte Akt: Das große Problem? Ein Visum ließ keine schnelle Hochzeit zu. Die wäre erst im Januar 2021 möglich gewesen. Bis dahin hätte er sich von der Bank aus seine Beste ansehen müssen.

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Der fünfte Akt: Die beiden Schönheiten hatten keine Lust mehr auf diese On-Off-Beziehungen und beschlossen, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Sie zwangen Cardoniz zu einer Scheinehe mit Türkspor, um ihn dann 2021 wieder in die Bövinghauser Arme zu treiben. Das war der teuflische Deal der Vereine. Cardoniz willigte ein.

Der sechste Akte: Bövinghausen merkte im November 2020 aber, dass das Feuer komplett erloschen ist. Der Klub möchte 2021 doch keine Hochzeit mit Cardoniz – lieber weiter flüchtige Beziehungen mit neuen Liebschaften. Türkspor behält deswegen den heißen Brasilianer. Er ist nicht der treueste Mann, aber er erfüllt wohl seinen Zweck. Mal schauen, ob die Liebe über die Saison 2020/21 hinaus hält.

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