Schöber fordert "Medical Report" an

Schwimmen

DORTMUND Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) ging am Donnerstag im Fall der unter Dopingverdacht geratenen Sonja Schöber auf Tauchstation.

von Von Petra Nachtigäller

, 19.11.2009, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Momentan nur außerhalb des Beckens: Sonja Schöber.

Momentan nur außerhalb des Beckens: Sonja Schöber.

Die B-Kaderathletin war am 26. August 2009 zuhause in Dortmund von Dopingkontrolleuren aufgesucht worden und hatte eine Blut- sowie Urinprobe abgegeben. Neun Wochen später, üblich sind in diesem Falle vier, wurde die Schwimmerin schriftlich über einen erhöhten Testosteron- und Epi-Testosteronwert informiert und für die kommenden Wettkämpfe, u.a. den Weltcup in Berlin und die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Essen Ende des Monats, suspendiert. Schöber und ihr Trainer, der Sportwissenschaftler Dr. Volker Höltke, stehen vor einem Rätsel. „Wir haben bei der NADA den ,Medical Report` angefordert, um Klarheit zu bekommen über viele offene Fragen“, sagt die Schwimmerin, die auf die Ankunft des Untersuchungsberichts jedoch noch sieben bis zehn Tage warten muss.

Fakt ist, dass die Dortmunderin im Sommer durch ein verändertes Trainingsprogramm und eine Ernährungsumstellung ihr Gewicht um mehrere Kilogramm reduziert und den Fettanteil des Körpers unter sieben Kilogramm gedrückt hat. Fakt ist auch, dass eine familiäre Disposition zu hormonellen Schwankungen schon in der Vergangenheit medizinisch dokumentiert wurde. „Ich gehe offen mit dem Thema um und werden alles tun, um den Sachverhalt aufzuklären“, sagt Sonja Schöber, deren Leistungsentwicklung in den letzten Jahren keinen ungewöhnlichen oder auffälligen Verlauf genommen hat

Lesen Sie jetzt