Schüren lässt auf den Black Friday schwarzen Sonntag folgen - Spieler fallen wie Dominosteine

mlzFußball-Westfalenliga

Vier verletzte Spiele, zwei Gegentore in der Nachspielzeit, eine Niederlage, keine Punkte - der BSV Schüren wird diesen Sonntag schnell vergessen wollen.

Dortmund

, 01.12.2019, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als andere das Internet leerkauften, ging Kamil Bednarski zum Abschlusstraining des BSV Schüren. Der beste Torschütze des Westfalenligisten traf am Freitag fit an der Schürener Straße ein - und konnte doch am Sonntag beim 1:3 (1:0) in Erkenschwick nicht spielen.

Bednarski ist nicht der einzige

Der Torjäger hatte sich im Training eine Prellung eingehandelt - und fehlte nun also am Sonntag, als der BSV Schüren dem Black Friday einen schwarzen Sonntag folgen ließ. Denn die Liste an verletzten Spielern wurde im Laufe des Spiels immer länger.

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Los ging es schon in der 19. Minute beim Stand von 0:0, als Defensivspieler Benjamin Hederich mit einem Muskelfaseriss für Ahmet Cosgun weichen musste. Das kann man noch als normale Verletzung bei einem Amateurfußballer abtun, gerade bei den Temperaturen, die am Sonntag nur ganz knapp über die 0-Grad-Grenze tänzelten.

Wie die Steine beim Domino Day

Doch die Schürener Spieler fielem im Laufe der Partie wie die Steine beim vor einigen Jahren mal sehr populären Domino Day. Weiter ging es mit Offensivspieler Enes Arpaci, der mit einer Gesichtsprellung vom Platz ging (29.). Kurz danach gab es das einzige echte Highlight des Wochenendes - den hervorragend ausgespielten Konter zur 1:0-Führung des BSV durch Zivko Radojcic (35.).

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„Wir haben eine richtig starke erste Hälfte gespielt“, sagte Trainer Arthur Matlik, „wir haben Erkenschwick unter Druck gesetzt und hatten vorher schon durch Leroy Boatey den ersten Hochkaräter.“ Doch weil Boatey die Kugel übers Tor setzte, stand es zur Halbzeit nur 1:0 für den BSV.

Ausgleich, Rückstand - und weitere Verletzte

Nach der Pause wurden die Gastgeber stärker, kamen durch Bernad Gllogjani zum Ausgleich (59.) und dann fielen die Schürener Dominosteine wieder: Boatey knickte sieben Minuten vor dem Abpfiff um (83.), Erkenschwick erhöhte den Druck und schaffte in der letzten Spielminute durch Skandar Soltane das 2:1 (90.).

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„Das war alles sehr sehr unglücklich“, sagte Matlik, „ein komplett unglückliches Wochenende.“ Das noch nicht vorbei war. Mit dem Mut der Verzweiflung rannten die Schürener noch einmal an, kassierten durch einen Konter noch das 1:3 (90.+2) und verloren in dieser letzten Szene wohl auch ihren Torhüter Felix Wenderoth: „Er hat sich auch muskulär verletzt - und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden“, sagte Matlik.

Jetzt noch Wanne-Eickel

Ein Wochenende zum Vergessen für den BSV, der die Sieglos-Serie aus dem November (zwei Niederlagen, ein Unentschieden) auch im Dezember fortsetzt. Immerhin: In der kommenden Woche sind die Schürener spielfrei und bekommen Zeit zur Regeneration. Am 15.12. gibt‘s dann die letzte Chance auf einen Erfolg in diesem Jahr: Beim DSC Wanne-Eickel.

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