Schwerer Schaden im Knie - Dortmunder Klub verlängert trotzdem mit Spieler

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Knorpel- und Meniskusschaden: Diese Diagnose hört kein Fußballer gerne. Ein Dortmunder Oberliga-Spieler hat trotzdem einen neuen Vertrag erhalten und schuftet nun für sein Comeback.

Dortmund

, 07.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Spieler, der aufgrund einer schweren Verletzung auf unbestimmte Zeit ausfällt. Ein Verein, der trotzdem den Vertrag mit ihm verlängert - so geschehen bei einem Dortmunder Klub. Jetzt hat der Fußballer gute Neuigkeiten bezüglich seines Gesundheitszustandes zu vermelden.

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Am 16. Februar stand Pierre Szymaniak das letzte Mal bei einem Fußballspiel auf dem Platz. Damals reichte es noch für einen Einsatz von 15 Minuten für seinen Klub, den Oberligisten ASC 09 Dortmund. Wenige Wochen später folgte nicht nur der Abbruch der Spielzeit, für den 29-Jährigen war es auch der Startschuss für regelmäßige Besuche beim Arzt.

„Ich habe eigentlich schon die letzten vier Monate des vergangenen Jahres unter Schmerzen im Knie gespielt“, berichtet Szymaniak. Die Beschwerden ließen auch im Frühjahr nicht nach - ganz im Gegenteil. „Die Schmerzen wurden immer größer, sodass ein Besuch beim Arzt unumgänglich war“, erinnert sich Szymaniak.

Vor Jahren wurde Szymaniak bereits am Knie operiert

Es ist nicht die erste Knie-Verletzung für den ASC-Spieler: „Vor Jahren wurde ich schon einmal am Meniskus operiert.“ Szymaniak vermutet, dass die neuerlichen Beschwerden nun vor allem Verschleiß-Erscheinungen sind: „Ich denke, dass es die dauerhafte Belastung gewesen ist, die nach und nach zu den Schmerzen geführt hat und dazu, dass es eher ein schleichender Prozess gewesen ist.“

Pierre Szymaniak vom ASC 09 arbeitet momentan fast täglich für sein Comeback.

Pierre Szymaniak vom ASC 09 arbeitet momentan fast täglich für sein Comeback. © Döring

Die Diagnose beim Arzt fiel erst einmal niederschmetternd aus: Meniskus- und Knorpelschaden im rechten Knie, eine Operation war unbedingt notwendig. Zu dem Zeitpunkt war auch noch nicht klar, wann Szymaniak das nächste Mal auf dem Platz stehen könnte. Der ASC 09 verlängerte trotzdem mit ihm. „Der Junge hat viel für uns geleistet, deswegen war für mich klar, dass wir mit ihm verlängern“, erklärt Samir Habibovic, der Sportliche Leiter des Klubs, „es versteht sich doch von selbst, dass wir solche Spieler nicht im Regen stehen lassen“.

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Auch der Spieler hat die Gespräche mit den Verantwortlichen noch gut in Erinnerung: „Ich stand die ganze Zeit über im Austausch mit unserer sportlichen Leitung. Da kamen auch sehr früh die Signale, dass sie mit mir verlängern wollen.“

Eingriff am Knie verlief optimal

Die sportliche Zukunft Szymaniaks war also frühzeitig gesichert, doch wie sieht es gesundheitlich aus? „Am 3. Juni wurde ich operiert und befinde mich seitdem in der Reha“, so der 29-Jährige. Der Eingriff, bei dem unter anderem ein Stück freischwimmenden Knorpels im Knie entfernt wurde, verlief optimal.

Seitdem arbeitet Szymaniak nahezu jeden Tag für seine Rückkehr auf den Platz. Drei bis vier Mal pro Woche absolviert der ASC-Spieler Übungen bei der Physiotherapie, dazu kommen zwei bis drei weitere private Einheiten im Fitnessstudio. Die harte Arbeit scheint sich auszuzahlen: „Es läuft besser als gedacht, ich bin dem Reha-Plan schon um zwei Wochen voraus.“

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Ende Juli, so der grobe Zeitplan, will Szymaniak schon wieder in das Lauftraining einsteigen. Von da an sei es dann auch nicht mehr weit bis zum Mannschaftstraining: „Ich hoffe, dass ich im August wieder voll dabei bin.“ Eines ist sicher: Pierre Szymaniak wird weiter hart für sein Comeback schuften.

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