Schymanietz hämmert gegen Kaan-Marienborn

Westfalia Wickede

Roman Schymanietz schoss den 1. FC Kaan-Marienborn auf die Ränge, die seine Westfalia Wickede derzeit nicht fürchten muss. Wickede rangiert nach dem verdienten 2:1 (1:0) auf dem achten, Kaan auf dem Abstiegsplatz14.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 23.10.2011, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zu Recht, denn gerade im ersten Durchgang zeigte Wickede nicht nur die bekannten kämpferischen Tugenden, sie spielte richtig guten Fußball. Die Kombinationen, die zumeist über den starken Benedict Zwahr liefen und oft bei Roman Schymanietz endeten, begeisterten die 300 Zuschauer. Als Zwahr später ausgewechselt wurde, applaudierte das ganze Stadion – im Amateurfußball eine bemerkenswerte Ausnahme. Dass die Stimmung so prächtig war, lag auch am günstigen Spielverlauf. Schymanietz stand gleich nach drei Minuten nach einem langen Einwurf und einer Kopfballverlängerung durch Sebastian Didion richtig und brachte mit dem 1:0 Sicherheit.

Die Westfalia machte Dampf, Zwahr hätte sich nach starker Vorarbeit von Schymanietz gleich für seine Leistung belohnen können, Kaans Torwart Andreas Koch aber spielte aufmerksam mit (7.). Bis auf eine Chance für Gäste-Angreifer Florian Friedrichs (18.) hatten die Gastgeber alles im Griff. „Dass wir uns entwickeln, zeigt sich daran, dass unsere Schwächephasen immer kürzer werden. Nur es gibt sie eben noch“, kommentierte Schott. Und prompt erhielt Westfalia Mitte der zweiten Hälfte die Quittung. Kaan hatte eine Viertelstunde Vorteile. Die Wickeder verließ kurzzeitig noch das Glück. Michael Kügler kam nach einem abgewehrten Freistoß an den Ball.

Sein Nachschuss trudelte durch die komplette Abwehr. Wickedes Keeper Daniel Limberg sah den Ball zu spät – 1:1 (69.). Doch wenn Schymanietz entschlossen spielt, muss jede Abwehr zittern. Nach schöner Vorarbeit von Zwahr hämmerte er den Ball unter die Latte (73.). „Wir haben einen Lauf, lassen hinten wenig Chancen zu und setzen Konter, von denen wir aber mehr versenken müssen“, sagte Schymanietz. „Unser Ziel war es nicht, so weit oben zu stehen. Dennoch genießen wir den Blick auf die Tabelle.“ Und das völlig verdient! 

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