Acht Neue beim TuS Bövinghausen, nur einer startet – „Ich kann die Gründe nachvollziehen“

mlzFußball-Landesliga

Der TuS Bövinghausen rüstete im Winter ordentlich auf. Acht Neue verpflichtete der Landesligist. Wer jetzt dachte, dass sich die Startelf komplett ändert, liegt jedoch falsch.

Dortmund

, 19.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Neuzugänge des TuS Bövinghausen in der Winterpause ließen aufhorchen. Gleich acht Kicker holte der Landesligist – darunter einen Spieler aus der Regionalliga. Wer jedoch im ersten Spiel der Rückrunde gegen den DJK Wattenscheid in der Startelf nach den Neuen suchte, der suchte (fast) vergebens. Mit David Onucka stand nur einer in der Anfangsformation.

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Da fragt man sich als Außenstehender schon, warum der Klub die Spieler dann verpflichtet hat, wenn sie nicht spielen? Trainer Dimitrios Kalpakidis begründet dies wiefolgt: „Wir hatten eine recht kurze Vorbereitung und da war es schwierig, in der kurzen Zeit die Neuzugänge richtig unterzubringen“, meint er, „deswegen konnten wir uns nicht gut einspielen.“

Deniz Batman: „Kann die Gründe, warum ich nicht gespielt habe, voll nachvollziehen“

Vom Trainer gab es zudem vor dem Start in die Rückrunde auch klare Worte: „Ich habe den neuen Spielern jedoch auch von Beginn an gesagt, dass sie auch mal auf der Bank sitzen werden.“ Und das taten sie. Im Verlauf des Spieles wurden mit Aleksandar Pranjes, Philipp Rößler, Torhüter Simon Gerlach und auch Deniz Batman vier Neulinge eingewechselt. Maurice Haar und Mohamed El Bouazzati schauten hingegen 90 Minuten lang von der Bank zu, David Loheider fehlte wegen einer Grippe im Kader.

Deniz Fahri Batman (l.), hier noch im Trikot von Regionalligist TuS Haltern, wurde beim ersten Rückrundenspiel des TuS Bövinghausen eingewechselt.

Deniz Fahri Batman (l.), hier noch im Trikot von Regionalligist TuS Haltern, wurde beim ersten Rückrundenspiel des TuS Bövinghausen eingewechselt. © Frederik Mordhorst

Batman kam im Winter vom Regionalligisten TuS Haltern und hat eine ganz einfache Erklärung, warum er am Sonntag gegen Wattenscheid nicht zum Einsatz kam. „Leider konnte ich in letzten zwei Wochen kaum trainieren, weil ich Seminare auf der Arbeit hatte. Deshalb kann ich die Gründe, warum ich nicht gespielt habe, voll nachvollziehen“, sagte der 28-Jährige, der deswegen verstehen kann, dass die Spieler eingesetzt wurden, die auch beim Training waren.

„Sitzen oft nach dem Training noch zusammen in der Kabine“

In den kommenden Wochen kann der Mittelfeldspieler den Fokus wieder mehr auf den Fußball legen. „Ich werde im Training ordentlich Gas geben. Vielleicht ist ja am kommenden Wochenende schon ein Startelfeinsatz drin“, hofft er. Batman fühlt sich in den ersten Wochen gut aufgenommen beim TuS. Die Stimmung im Team und im Training sei positiv. „Wir sitzen oft nach dem Training noch zusammen in der Kabine, quatschen und hören Musik.“

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Vereinsschef Ajan Dzaferoski sieht die Gemengelage beim TuS auch unproblematisch. „Grundsätzlich tut der Konkurrenzkampf dem Training gut und es wird auch eine Rotation geben. Wir haben gute Leute geholt, die uns verstärken und in der Rückrunde noch helfen werden.“

Dimitrios Kalpakidis „Es wird ein Platz in der Innenverteidigung frei“

Mit Blick auf das kommende Spiel des TuS bei Viktoria Resse sagt Kalpakidis. „Für das Wochenende gibt es noch einige Positionen, die noch nicht besetzt sind. Benjamin Teichmöller wird fehlen, weil er im Urlaub ist. Dadurch wird ein Platz in der Innenverteidigung frei“, sagt der Trainer, der mit der Trainingsbeteiligung der Neuzugänge zufrieden ist.

Der Coach erhofft sich nun eine Reaktion der Spieler in den kommenden Trainingseinheiten. „Man wird sehen, ob sich der ein oder andere Neuzugang im Training für einen Einsatz empfehlen kann.“

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