Sieg im Derby - Eving mal kämpferisch

Die Dortmunder Klubs

Die Zuschauer im Eckeystadion sahen einen anderen TuS Eving-Lindenhorst. Gegen den FC Brünninghausen setzten die Gastgeber weniger auf spielerische, denn auf kämpferische Akzente. Und für ein Schlusslicht war es genau das richtige Rezept. Mit einem 2:0 (0:0)-Sieg belohnte sich der TuS.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 09.10.2011, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der TuS Eving-Lindenhorst will auch gegen Erkenschwick jubeln.

Der TuS Eving-Lindenhorst will auch gegen Erkenschwick jubeln.

Denn der nach der Rückkehr von Sven Barton ins Team wieder mit Viererkette und einem engagierten Andreas Kluy davor spielende FCB begann gut. Kluy mit dem ersten Distanzschuss (11.), Daniel Otto völlig freistehend gegen TuS-Keeper Sascha Piontek (12.) und Denis Boutagrat aus 16 Metern (19.) scheiterten Der TuS Eving benötigte etwas, um sich in die Partie zu kämpfen. Spätestens Mitte des ersten Durchgangs aber war er da. Besonders die ganz starken Außenverteidiger Philipp Kasperidus und Emre Konya setzten Zeichen. Sehr engagiert brachte Dimitrios Kalpakidis in der Zentrale sein Team auf Kurs. Davor steigerte sich Sascha Rammel. Er setzte auch Florian Gondrum in Szene (35.), dieser sorgte aber nur in der Evinger Vogelwelt für Unruhe, denn sein Schuss ging meterweit über den Zaun.

Sein erstes Ausrufezeichen setzte Emre Konya, als er einen seiner gefürchteten Vorstöße startete. Christoph Parossa entschärfte diesen Versuch (44.). Acht Minuten nach der Pause nahm Konya einen weiteren Anlauf, diesmal fälschte Dominic Tempel den verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze unhaltbar für den FCB-Torwart ab. Ohne ein wirklich zielgerichtetes Offensivspiel aufzuziehen, verschafften sich die Gäste dennoch mehrere Ausgleichschancen. Boutagrat traf das Außennetz (63.), Benjamin Bielmeier freistehend nur Piontek (68.) sowie Boutagrat zwei weitere Male nicht das Tor. Es war wieder mal nicht der Tag der Brünninghauser.

Dieser Eindruck bestätigte sich, als der Schiedsrichter Boutagrat Rot zeigte, nachdem er den am Boden liegenden Sebastian Homann angeschossen hatte (90.). Diese Entscheidung gegen das bei Schiedsrichtern „gebrannte Kind“ war eindeutig zu hart. „So nehmen sie einem hervorragenden Fußballer die Lust am Spiel“, schimpfte der Sportliche Leiter, Frank Eigenwillig. „Vielleicht sollten die Unparteiischen mal berücksichtigen, wie viel Bouta auf die Socken kriegt.“ Nachdem Boutagrat das Feld verlassen hatte, kam es noch dicker. Rammel entschied nach einem verunglückten Abschlag von Parossa die Partie mit dem 2:0 (90.+2). „Endlich ein Derbysieg“, freute sich TuS-Trainer Daniel Rios. Und dieser resultierte aus einer „Energieleistung“, wie Emre Konya treffend kommentierte.

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