Simpler Klaus-Augenthaler-Fußball reicht aus, um den ASC 09 zu besiegen

mlzFußball-Oberliga

Das war ein ganz schwacher Auftritt des ASC 09 Dortmund gegen Westfalia Herne. Der Gast entführte die Punkte. Trainer Christian Knappmann hatte Hilfe bei einem alten Bayern-Profi gesucht.

Dortmund

, 13.10.2019, 21:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ist nicht mehr der ASC 09 Dortmund, den die Zuschauer aus den vergangenen beiden Oberliga-Jahren kannten. Die 1:2-Niederlage gegen Westfalia Herne war der Tiefpunkt einer bisher schon schwachen Saison. Es war zugleich die fünfte Heimniederlage im fünften Spiel.

Enttäuschter Daniel Sekic

ASC-Coach Daniel Sekic saß auch noch 15 Minuten nach Spielschluss auf der Trainerbank und war fassungslos. „Unser Problem war, dass wir uns die Hektik von Herne aufdiktiert lassen und gar nicht unser Spiel aufgezogen haben“, sagte Sekic. So sah es auch Routinier Philipp Rosenkranz: „Wir haben uns so viel vorgenommen und haben nichts davon umgesetzt. Wir haben mit demselben Stil gespielt wie Herne.“

Jetzt lesen

Die Westfalia spielte über das gesamte Feld Eins-gegen-eins, verwickelte den ASC in viele Zweikämpfe. „Das war der alte Klaus-Augenthalter-Fußball. So wollten wir Aplerbeck nicht ins Spiel kommen lassen. Das ist uns sehr gut gelungen“, sagte nach Spielschluss Hernes Trainer Christian Knappmann.

Keine spielerischen Lösungen

Es war fast schon traurig mit anzuschauen, wie schwer sich der ASC 09 Dortmund tat, überhaupt mal eine Lösung gegen das Pressing zu finden. Die Westfalia gewann die Mehrzahl an Zweikämpfen und sprühte nur so vor Emotionen. Der ASC schaute fast nur zu und beschwerte sich über die Gangart des Gegners.

Jetzt lesen

So führte Westfalia Herne schon zur Halbzeit durch Treffer von Enes Schick (14.) und Kai Hatano (40.) verdient mit 2:0, auch wenn der ASC einen Pfostentreffer von Lars Warschewski (24.) und eine Großchance von Kevin Brümmer (35.) zu verbuchen hatte.

Kein Taktgeber vorhanden

Die Aplerbecker schafften es einfach nicht, ihre spielerischen Qualitäten auf den Platz zu bringen. Weder Paul Stieber in den ersten, noch Pierre Szymaniak in den zweiten 45 Minuten verstanden es aus der Zentrale heraus, den Takt vorzugeben. Auch Stürmer Maximilian Podehl hing in der Luft und Kapitän Kevin Brümmer rieb sich an seinen nervigen Gegenspielern auf.

Jetzt lesen

Nach dem Wechsel hatte der ASC zwar weitere Chancen durch Moritz Isensee (59., 69.) Marcel Münzel (61.) und Jonas Schneck (87.), aber ansehnlicher wurde das ASC-Spiel trotzdem nicht. „Wir agieren viel zu unglücklich vor dem Tor, vielleicht ist es Unvermögen. Aber eigentlich haben die Jungs die Qualität, die Dinger wegzumachen“, so Sekic.

Anschlusstreffer durch Kevin Brümmer

So sah er nur noch den 1:2-Anschlusstreffer durch einen verwandelten Foulelfmeter von Kevin Brümmer (90.). Maximilian Podehl wurde zuvor gefoult. So blieb ein insgesamt sehr dürftiger ASC-Auftritt, der nicht sehr viel Mut für die Zukunft macht. Mit zwölf Punkten liegt das Team auf Rang zwölf. Nur zwei Zähler vor dem Drittletzten 1. FC Kaan-Marienborn. Auch dieser Rang hat schon in der Oberliga zum Abstieg geführt. Die Alarmsignale in Aplerbeck müssten eigentlich deutlich zu hören sein.

ASC: Held - Stuhldreier, Buckesfeld, Rosenkranz (64. Schneck), Rausch - Brümmer, Stieber (46. Szymaniak), Münzel, Schaffer (46. Isensee) - Warschewski (78. Bokekueller), Podehl

Tore: 0:1 Schick (14.), 0:2 Hatano (40.), 1:2 Brümmer (90., FE)
Lesen Sie jetzt